Gert Hirchenhain besuchte den Nobelpreisträger in dessen Arbeitsdomizil in Lübeck

Plausch mit Günter Grass

Zwei Männer, viele Themen: Günter Grass (links) und Gert Hirchenhain plauderten über Literatur und Bildungspolitik. Foto: nh

Spangenberg/Lübeck. Über 40 Jahre ist es her, dass Gert Hirchenhain den Roman „Die Blechtrommel“ gelesen hat. Ein Buch, das ihn, wie er sagt, tief geprägt hat. Jetzt hatte der pensionierte Spangenberger Lehrer Gelegenheit, den Autor persönlich zu treffen: In Lübeck besuchte er den Literaturnobelpreisträger Günter Grass.

Das Treffen hatten Freunde des Literaturliebhabers organisiert – als Geschenk zur Pensionierung. Erst besuchte Hirchenhain, der als Lehrer an der Burgsitzschule gearbeitet hatte, eine Lesung des Schriftstellers, dann wurde er von Grass in dessen Lübecker Domizil, dem Günter-Grass-Haus, empfangen. Dort arbeitet der Autor an neuen Werken, und auch ein Museum und ein Archiv sind in dem Gebäude untergebracht.

Die Arbeitsatmosphäre eines Nobelpreisträgers zu erleben, sei für ihn ein besonderes Erlebnis gewesen, sagt Gert Hirchenhain: „Ein Grass’scher Hauch weht durchs ganze Haus.“ Doch natürlich war es die Begegnung mit Grass, die für den pensionierten Lehrer unvergesslich bleiben wird.

Als einen vielseitig interessierten, hochgebildeten und freundlichen Menschen beschreibt Hirchenhain den Schriftsteller. „Er war sehr interessiert an meiner Person, hat mir viele Fragen gestellt.“ Eineinhalb Stunden haben die Männer gemeinsam verbracht. Bei Kaffee und Rotwein plauderten sie über Literatur, über die Brüder Grimm und über Bildungspolitik. „Ich könnte ihm stundenlang zuhören“, resümiert Gert Hirchenhain. Er werde noch lange von dieser Begegnung zehren. (fil)

Quelle: HNA

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