375 ältere Menschen beim Kreisseniorentag – Kreis plant besondere Beratungsstelle

Plauschen und lauschen

Glückwunsch: Die Bürgermeister Martin Wagner, Jürgen Kaufmann und Vizelandrat Winfried Becker (von links) gratulierten Hilde Rohde (96) und Georg Paul (92).

Schwarzenborn. Unterhaltsam und kurzweilig ging es am Samstagnachmittag in der Schwarzenborber Kulturhalle zu: 375 Frauen und Männer aus fünf Städten und Gemeinden – Homberg, Knüllwald, Frielendorf, Schwarzenborn und Oberaula – waren zum Kreisseniorentag zusammen gekommen.

In großer Runde lauschten die Senioren Musik, Sketschen und Gesang. Sie genossen bei Kuchen, Kaffee und netten Gesprächen gemütlich beisammen zu sitzen. Moderiert wurde der Nachmittag von Schwarzenborns Bürgermeister Jürgen Kaufmann.

Die Begrüßung der Gäste sowie der Vertreter aus Politik und Wirtschaft übernahm Vizelandrat Winfried Becker. „Die Lebensqualität im Alter wird dadurch bestimmt, ob man gesund ist und Kontakt zu Familie und Freunden hat“, sagte Becker. Wichtig sei auch das Gefühl, gebraucht zu werden. Der erste Kreisbeigeordnete versicherte: „Sie werden gebraucht.“ Nicht nur bei der Betreuung der Enkel oder der Mithilfe in Haus und Garten. Jüngere könnten vom reichen Erfahrungsschatz der Älteren immer profitieren.

Der Rückgang der Bevölkerungszahlen fordere jedoch ein Umdenken. „Es besteht ein zunehmendes Ungleichgewicht zwischen Jung und Alt“, sagte Becker. Damit müssten sich Städte, Gemeinden und der Kreis intensiv beschäftigen. Demnächst werde in der Kreisverwaltung in Homberg eine neue Informations- und Beratungsstelle „Älter werden im Schwalm-Eder-Kreis“ eingerichtet. Es sei aber auch Aufgabe, dass Gemeinschaftsgefühl zwischen den Generationen zu stärken: „Dafür ist der Seniorentag ein gutes Beispiel, wo sie von vielen Jüngeren unterhalten und betreut werden“, erklärte Becker.

Ehre gebührte den Ältesten

Vor der Kaffeepause gings ans Gratulieren: Unter den Gästen waren sage und schreibe 36 Goldene und sieben Diamantene Hochzeitspaare. Über viel Applaus und einen Blumenstrauß freuten sich die beiden ältesten Teilnehmer: Hilde Rohde, 96 Jahre, aus Homberg und der 92-jährige Georg Paul, ebenfalls aus der Kreisstadt. (zsr)

Quelle: HNA

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