Udo Schmidt ärgert sich über illegal entsorgten Abfall

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Verärgert: Wieder wurde Müll einfach bergeweise an der ehemaligen Sandgrube zwischen Berndshausen und Sipperhausen abgeladen. Udo Schmidt, Inhaber des Geländes, muss den Müll auf eigene Kosten entsorgen.

Sipperhausen/Rengshausen. Udo Schmidt ist erbost: Schon wieder hat jemand massenweise Müll auf seinem Gelände abgeladen. Nun muss er zum wiederholten Male tief in die Tasche greifen, um den Unrat beseitigen zu lassen.

Der 66-Jährige Bauunternehmer aus Rengshausen lagert in der ehemaligen Sandgrube zwischen Berndshausen und Sipperhausen Erdaushub.

Die Sandgrube ist seit langem geschlossen. Deshalb sei das aber noch lange keine Müllhalde, sagt er. Doch immer wieder lagern Menschen ihren Müll vor oder auf dem Gebiet ab. Das geschehe mehrmals im Jahr. Von Ölfässern bis zu Autoreifen sei alles dabei gewesen. Die Täter wurden bisher nie erwischt.

Dieses Mal sei es besonders schlimm. Drei Kubikmeter Müll aus einer Hausentrümpelung plus normaler Hausmüll wurden vor dem Schlagbaum abgekippt, der in die ehemalige Grube führt. Die Polizei war auf dem Geländle, nahm den Schaden auf und untersuchte den Müll nach Hinweisen auf den Täter.

Einige Spuren

„Es gibt auch einige Spuren“, sagte Polizeisprecher Reinhard Giesa. Illegales Müllabladen gelte als Ordnungswidrigkeit, solange keine umweltgefährdenden Stoffe im Müll enthalten sind, sonst sei es eine Straftat (siehe Hintergrund). Das sei aber in diesem Fall ausgeschlossen worden.

Grundsätzlich gelte das Verursacherprinzip. Wenn sich der Täter ermitteln lasse, sei dieser auch für die Entsorgung zuständig. Falls der Täter nicht gefunden werden kann, muss der Inhaber des Geländes den Müll auf eigene Kosten entsorgen.

Von Christine Thiery

Quelle: HNA

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