Mitglieder bangen um Hobby

Politik setzt Wolfhager Luftsportvereinigung unter Druck

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Keine rosigen Zukunftsaussichten für den Modellflug-Nachwuchs: Leonard Frimmel (links) und Luca Motacek mit ihren Fluggeräten. 

Wolfhagen. Wenn einmal im Jahr unzählige Modellflugzeuge über den Graner Berg düsen, zieht es hunderte Besucher auf den Flugplatz, auf dem auch die Wolfhager Luftsportvereinigung (LSV) zuhause ist. Die Flugschau könnte nun dank Plänen des Bundesverkehrsministerium vor dem Aus stehen.

Modellfluggeräte sollen künftig nur noch bis zu einer maximalen Höhe von 100 Meter zugelassen werden, zumindest wenn es nach Minister Alexander Dobrindt (CSU) geht. „Das wäre für uns fatal“, sagt Alexander Frimmel, der seit vielen Jahren aktives LSV-Mitglied ist und mit Begeisterung die Miniaturflieger gen Himmel schickt. „Der Modellflugsport in Deutschland ist gefährdet, sollten die Pläne tatsächlich umgesetzt werden.“ Soweit dürfe und müsse es aber nicht kommen, bestehende gesetzlichen Bestimmungen regelten bereits ganz klar, was zu beachten sei.

Alexander Frimmel

Das gilt laut Frimmel ebenso für den Betrieb von Drohnen, die von vielen für die geplante Verschärfung derVorgaben verantwortlich gemacht werden. Frimmel schreibt den kleinen Flitzern in der aktuellen Debatte dennoch einen großen Stellenwert zu. „Könnte es nicht sein, dass der Luftraum einfach bereinigt werden soll für die geplante gewerbliche Nutzung der Drohnen, etwa durch große Versandhäusern, die hier die Zukunft ihrer Paketzustellung sehen?“ Sicher sei dies nur eine Spekulation, einen anderen Grund für die am Hobby vorbei gedachten Novellierungspläne der Politik allerdings könne er nicht entdecken.

So geht es auch Vereinskollegen Harald Freigang, der das Argument des Bundesverkehrsministeriums, der Modellflug gefährde die zivile Luftfahrt, nicht gelten lassen will. „Eine generelle Flughöhenbegrenzung auf 100 Meter würde wohl kaum einen Sicherheitsgewinn bringen, ganz im Gegenteil“, sagt Freigang, der nicht glaubt, dass ein Gesetz verhindern kann, dass sich Modellflieger über das Recht hinwegsetzten, viele Modelle seien schlicht unterhalb von 100 Metern nicht fliegbar.

Weil sie das nicht einfach so hinnehmen möchten, haben sich Frimmel und Freigang mit vielen anderen bereits an der Online-Petition der Initiative „Pro Modellflug“ beteiligt, damit auch künftig die Modellflieger über den Graner Berg bei Wolfhagen düsen können.

Quelle: HNA

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