Rosenmontags-Regelung schont Anwohner und ärgert Narren

Polizei befürwortet Sperrzeit für Kneipen

Fritzlar. Am heutigen Rosenmontag ist um 19 Uhr Schluss in Fritzlar. Zumindest was die Musik im Freien angeht. Im Anschluss an den Rosenmontagszug, zu dem auch in diesem Jahr bis zu 30 000 Besucher erwartet werden, feiern die Narren auf den Straßen jedoch gerne weiter. Ohne Musik macht ihnen das nur wenig Spaß.

Vor fünf Jahren habe man die Regelung eingeführt, erklärt Volker Feige, Leiter des Ordnungsamtes in Fritzlar. „Das haben wir vor allem wegen der Anwohner getan“, sagt er. Man müsse bedenken, dass es im Ort ein Krankenhaus gibt. Für die Patienten stelle der Lärm eine Belastung dar. „Wir sehen da aber eigentlich kein Problem. In den Kneipen kann ja jeder machen, was er will und solange er will“, sagt Feige.

„Die Leute ärgern sich natürlich darüber“, sagt Ergin Velija. Seit drei Jahren betreibt er die Bar Pangea in Fritzlar. Zum Rosenmontag stellt er immer einen Bier- und einen Würstchenstand vor seinem Lokal auf. „Vor allem bei gutem Wetter, wenn die Narren draußen weiterfeiern wollen, ist der Ärger groß, wenn wir die Musik abdrehen.“ Dass ab 22 Uhr draußen kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden darf, sei kein Problem.

Die Polizei würde sich über eine generelle Verlängerung der Sperrzeiten für Gaststätten im ganzen Landkreis freuen. „Das würde uns entgegenkommen“, sagt Reinhard Giesa, Pressesprecher der Polizei im Schwalm-Eder-Kreis. In der Zeit zwischen 2 und 4 Uhr morgens gebe es meisten gefährlichen Körperverletzungen. „Da sehen wir schon einen Zusammenhang zu den Öffnungszeiten der Gaststätten, in denen es Alkohol gibt“, sagt er.

Im Südkreis habe man bei Kirmessen sehr gute Erfahrungen gesammelt. Um 3 Uhr ist Feierabend. „Es kam zu deutlich weniger Schlägereien“, stellt Polizeisprecher Reinhard Giesa fest.

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Von Moritz Schäfer

Quelle: HNA

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