Polizei rät zu besserem Schutz vor Einbrüchen

Schwalm-Eder. Die dunkle Jahreszeit ruft wieder verstärkt Einbrecher auf den Plan. Darauf reagiert die Polizei im Schwalm-Eder-Kreis mit einer Aufklärungsaktion.

Im vorigen Jahr gab es 224 Fälle von Haus- und Wohnungseinbrüchen - einer der höchsten Werte der vergangenen 20 Jahre. Für 2016 liegen zwar noch keine Daten vor, aber der Wert könnte sich nach Einschätzung von Polizeipressesprecher Markus Brettschneider auf ähnlichem Niveau bewegen.

Die Aufklärungsrate lag im vorigen Jahr bei 27,2 Prozent. Oft findet die Polizei nur wenig verwertbare Spuren, und es gibt kaum Zeugen. Nach den Erkenntnissen der Polizei gibt es zwar immer wieder auch organisierte Banden, meist stammten die Täter aber aus dem lokalen Umfeld.

Sie schlagen vornehmlich zwischen 14 und 23 Uhr zu und wählen ihre Objekte eher spontan aus. Einladend seien Häuser und Wohnungen, wo augenscheinlich niemand zu Hause ist, so Brettschneider. Unzureichend gesicherte Fenster und Türen erleichtern den Einbrechern die Arbeit.

Brettschneider: „Alte Fenster sind in Sekunden geöffnet. Da reicht ein einfacher Schraubenzieher.“ Hier setzt auch die Beratungstätigkeit der Polizei an. Bei Neuanschaffungen sollte man auf einbruchssichere Fenster und Türen achten, Sicherheitstechnik könne aber auch nachgerüstet werden.

Wachsame Nachbarn sind ebenfalls ein guter Schutz. Wenn man in Urlaub fahre, könnten sie beispielsweise Briefkasten und Zeitungsbox leeren und auf Fremde achten. Manchmal helfe es schon, einen Fremden anzusprechen und ihn nett zu fragen, ob man ihm denn helfen könne.

Wohnungseinbrüche sorgen im übrigen nicht nur für materielle Schäden, sie belasten die Opfer auch stark. 38,8 Prozent erleiden nach Angaben der Polizei einen Schock, 17 Prozent klagen über Angst- und Schlafstörungen.

Vortrag und Informationen

Zum Thema Einbruchsschutz lädt die Polizei Schwalm-Eder für Samstag, 29. Oktober, zu einer Informationsveranstaltung ein, die um 15 Uhr in den Räumen der Polizeidirektion in Homberg, August-Vilmar-Straße, beginnt. Neben einem Vortrag gibt es Exponate sowie Informationsmaterial.

Die Veranstaltung finde an einem Samstag statt, damit auch Berufstätige sie besuchen könnten, erklärte Polizeipressesprecher Markus Brettschneider. Um eine Anmeldung unter Tel. 05681/774-130 wird gebeten. Unter dieser Nummer können auch Beratungen vor Ort erbeten werden. Weitere Informationen: www.polizei-beratung.de und k-einbruch.de

Quelle: HNA

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