Nach Brand in Altenheim: Ursache noch unklar - Bewohner verlegt

Melsungen. Einen Tag nach dem schweren Brand im Melsunger Altenzentrum beginnt die Awo am Dienstag mit der Verlegung von Bewohnern. Die Brandursache steht unterdessen noch nicht fest. Der betroffene Anbau ist weiter gesperrt.

„Einen Brand solchen Ausmaßes gab es bei der Awo Nordhessen noch nie“, sagt Herbert Leidenfrost, Geschäftsbereichsleiter der Awo. Bis in die späten Abendstunden hatte das Technische Hilfswerk (THW) mit 15 Helfern das Dach abgestützt, um einen Einsturz zu verhindern. Die letzten Feuerwehrleute verließen um vier Uhr morgens die Einsatzstelle.

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Die knapp 20 Bewohner, die im betroffenen Gebäudeteil wohnten, sollten in Awo-Einrichtungen in Baunatal und anderen Orten unterkommen, erklärte Leidenfrost. Betroffen seien knapp 20 Senioren. Die Entscheidung über eine Verlegung liege aber letztlich bei den Bewohnern.

Feuer im Melsunger Awo-Altenzentrum

Leidenfrost bestätigte auch, dass die Awo an ihren Ausbauplänen in Melsungen festhält. Dort soll eine neue Wohnform für Demenzpatienten eingeführt werden. Bei den Erweiterungsarbeiten war das Feuer ausgebrochen.

Die Awo rechnet mit erheblichen Verzögerungen von mindestens einem Vierteljahr. Ursprünglich sollte die Erweiterung im Mai 2013 fertig sein. Allerdings sei bisher noch nicht absehbar, wie stark das Feuer die Bausubstanz des Anbaus beschädigt hat. Das sollen in den nächsten Tagen Architekt und Gutachter klären.

„Das Dachgeschoss werden wir aber auf jeden Fall abtragen müssen.“ Zudem habe Löschwasser die unteren Etagen beschädigt. Der gesamte Anbau werde in nächster Zeit nicht nutzbar sein.

32 Pflegeplätze und drei Kurzzeitpflegeplätze fehlen der Awo deshalb. Die Tagespflege soll ab Montag in den unbeschädigten Gebäudeteil A verlegt werden. In dem sogenannten Hochhaus lief der Betrieb am Dienstag normal.

Quelle: HNA

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