Beamte klären fast alle Fälle auf

Polizei ermittelte 2012 in acht Tötungsdelikten

Schwalm-Eder. Nur äußerst selten kommt es im Schwalm-Eder-Kreis zu Straftaten gegen das Leben. Sie machen 0,1 Prozent aller Verbrechen aus. 2012 wurden acht solcher Taten registriert, im Vorjahr waren es sieben. In den vergangenen Jahren schwankte die Zahl der Delikte zwischen fünf und 13.

2012 wurde im Landkreis ein Mann umgebracht: Der 55-Jährige aus Homberg wurde im September 2012 tot in seiner Wohnung gefunden. Das Kasseler Landgericht verurteilte einen 39-jährigen Bekannten aus Homberg im Juni wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Im Alkoholrausch hatte er den 55-Jährigen geschlagen. Einen weiteren Fall gab es 2010.

Bei den meisten Taten kennen sich Täter und Opfer. Beinahe alle Gewaltverbrechen, die im Schwalm-Eder-Kreis Menschenleben kosten, sind Beziehungstaten. Die Opfer kommen meist durch körperliche Gewalt oder Stichverletzungen ums Leben. „Schusswaffen werden nur selten eingesetzt“, sagte Polizeisprecher Reinhard Giesa.

Die Aufklärungsquote ist hoch im Landkreis: Laut Bernhard Volke, Leiter des Kommissariats 10, ermittelt die Polizei in 100 Prozent der Tötungsdelikte den Täter. Ausnahme: Der Mord an einer Kasseler Prostituierten, die 2004 in einem Waldstück bei Niedenstein gefunden worden war. Die Beamten ermitteln noch, DNA-Spuren stellten sie sicher.

In die Statistik fallen zudem drei Fälle des versuchten Totschlags. Auch unter fahrlässiger Tötung wurden 2012 drei Fälle gezählt: Ein Arzt stand im Verdacht, durch einen Behandlungsfehler den Tod eines Menschen verschuldet zu haben. In einem Altenheim stürzte ein Bewohner tödlich.

Zudem läuft ein Verfahren gegen den Halter eines Motorrads. Der Vorwurf: Er habe einem Mann ohne Führerschein seine Maschine überlassen, dieser kam bei einem Unfall ums Leben.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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