Polizeikontrolle: Mit 150 Sachen über die Landstraße bei Fritzlar

Fritzlar. Nicht schlecht staunten die Beamten der Polizeidirektion Schwalm-Eder am Donnerstag bei einer Geschwindigkeitsmessung in der 70-Stundenkilometer-Zone zwischen Fritzlar und Ungedanken. Mit 150 Stundenkilometer bretterte ein Autofahrer über die Bundesstraße 253.

Nun muss er mit 600 Euro Bußgeld, vier Punkten und drei Monaten Fahrverbot rechnen.

Zwei Stunden lang kontrollierten die Polizisten den Autoverkehr. Dabei wurde die Geschwindigkeit von 1200 Autos kontrolliert. Das Resultat: 170 Fahrer fuhren schneller als erlaubt. In 138 Fällen gab es eine Verwarnung. 32 Mal gab es eine Anzeige wegen einer Ordnungswidrigkeit und ein Fahrer brachte es auf 150 Stundenkilometer. Mit einer empfindlichen Geldstrafen, Führerscheinentzug und Punkten in der Flensburger Verkehrssünderkartei muss er rechnen. Ebenso der Zweitschnellste, der es auf 141 Stundenkilometer brachte.

Der gut ausgebaute Steckenabschnitt verführt offenkundig zu einem sportlichen Fahrstil. Doch die kurvige Strecke wird nach Angaben der Polizei von einigen Autofahrern unterschätzt. Spuren an den Leitplanken zeugen davon, dass in manchen Fällen Schlimmeres verhindert wurde, vermutet die Polizei.

Ein Blick in die Unfallstatistik macht dies deutlich. Seit 2006 registrierte die Polizei dort 28 Verkehrsunfälle. In allen Fällen sei die Unfallursache auf „nicht angepasste Geschwindigkeit“ zurückzuführen gewesen. Bei den Unfällen war ein Toter zu beklagen, sieben Menschen wurden schwer und elf leicht verletzt. In fünf Fällen war Alkohol oder ein anderes Rauschmittel im Spiel. Schadenshöhe der Verkehrsunfälle: über 200.000 Euro. Hinzu kommt eine nicht bekannte Anzahl von nicht gemeldeten Unfällen. (ras)

Quelle: HNA

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