Polizeistatistik: Weniger Unfälle durch Fahranfänger - Begleitetes Fahren wirkt

Schwalm-Eder. Die meisten Unfälle im Schwalm-Eder-Kreis verursachen immer noch die Fahranfänger: 565 junge Menschen zwischen 18 und 24 Jahren trugen im vergangenen Jahr an Unfällen Schuld. Die gute Nachricht dabei ist, dass diese Zahl in den vergangenen sieben Jahren um zwanzig Prozent sank.

Das berichtet die Polizei Schwalm-Eder in ihrer Unfallstatistik 2013. Während im Jahr 2006 noch 706 junge Menschen Unfallverursacher waren, waren es 2013 139 weniger, teilt Thomas Gläsel, Hauptkommissar der Polizei Schwalm-Eder mit.

Im Vergleich dazu, sei die Anzahl der jungen Menschen, die in diesem Alter im Kreis leben, nur leicht gesunken. Daher können man davon ausgehen, dass der Grund für diese erfreuliche Wende, die Einführung des Führerscheins mit 17 Jahren und das damit verbundene begleitete Fahren ist. 65 Prozent der jungen Menschen machen den Führerschein mit 17, fahren dann eine Zeit unter der Aufsicht von erfahrenen Autofahrern, um Fahrpraxis zu bekommen.

Auf dem Land werde deutlich mehr Auto gefahren als in der Stadt, die jungen Menschen bekämen daher viel Fahrpraxis. Hauptunfallursachen bei den jungen Menschen ab 18 seien aber immer noch zu hohe Geschwindigkeiten und mangelnder Sicherheitsabstand. Häufig würden Kurven geschnitten, zu schnell fahrende Autofahrer kämen von der Straße ab und kollidierten mit dem Gegenverkehr. Dies zu verhindern sei schwierig, junge Leute, gerade Männer, probierten in diesem Alter Grenzen aus, so Gläsel. Dabei überschätzten sie oft ihre Fahrkönnen. Deshalb könne man immer nur aufklären. Zwei Menschen in dem Alter starben 2013, 32 wurden schwer verletzt. Im Landkreis werde viel auf Landesstraßen gefahren. Dort passierten die meisten Unfälle. Sie seien oft in schlechtem Zustand, kurvenreich, schmal, und die Bankette ausgefahren.

Von Christine Thiery

Quelle: HNA

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