Kandidatenporträt zur Bürgermeisterwahl (1): Bernd Hennighausen (CDU) sieht Chancen für seine Gemeinde

Polizist will auf den Chefsessel

Im heimischen Wintergarten: Bernd Hennighausen möchte, dass die Generation seiner Kinder in der Landgemeinde leben und arbeiten kann. Foto: Quehl

OTTRAU. Wenn Bernd Hennighausen im behaglichen Wintergarten seines Hauses in Weißenborn ist, hat er einen herrlichen Blick in die weite Landschaft. Direkt vor dem Hof seines Elternhauses verläuft der Bahnradweg. Für den hat er sich stark gemacht, die Schönheit und die Zukunftsfähigkeit einer Gemeinde wie Ottrau nimmt in einem Projekt wie dem Radweg Gestalt an, findet er.

Wichtig ist CDU-Kandidat Bernd Hennighausen, 45: Auch die heute ganz Jungen sollen eine intakte Gemeinschaft vorfinden, in der es sich leben und arbeiten lässt. Schnelles Internet für alle Ortsteile etwa hat er sich zum Thema gemacht. Der kommunale Gemeindeverband Südlicher Knüll ist für ihn der richtige Weg zur Stärkung der Eigenständigkeit der Gemeinden. Und die „Chemie“ zwischen ihm und den Bürgermeistern von Oberaula und Neukirchen stimme.

Trotz immer schmalerem Budget für die Gemeinden und rückläufiger Einwohnerzahl sieht Hennighausen Spielräume. Wenn er am 27. März gewinnt, will er an der Bezuschussung der Vereine festhalten, denn „die Vereine haben eine hohe soziale Funktion“. Solche Gestaltungsmöglichkeiten besitze ein Rathauschef, und die möchte der Polizeioberkommissar und diplomierte Verwaltungswirt für die gut 2300 Ottrauer wahrnehmen, „wir leben in großem Wohlstand, es gibt Chancen“. Nach 28 Dienstjahren beim Bundesgrenzschutz und der Polizei will er als Bürgermeister „eigenständig gestalten können“.

Dafür hat sich der dreifache Familienvater in den aufreibenden Wahlkampf mit gleich drei weiteren Bewerbern geworfen. Aber fair soll es dabei zugehen, es sollten keine Blessuren geschlagen werden, schließlich wolle man sich weiterhin in die Augen sehen können.

Noch gut vier Wochen sind es bis zum Wahltag, Hennighausen tippt darauf, dass es zur Stichwahl zwischen einem weiteren Kandidaten und ihm kommen wird.

Zurzeit stellt sich der Christdemokrat überall in der Gemeinde vor, möchte die Ottrauer im Gespräch überzeugen, ihm ihre Stimme zu geben – „aber ohne aufdringlich zu sein“. Seit 1993 ist Hennighausen für die Christdemokraten in der Lokalpolitik – im Gemeindeparlament, im Ortsbeirat und im Kreistag. Die Schaltstellen kenne er, „es muss einfach laufen“, ohne Kontakte laufe für strukturschwache Gemeinden nichts. „Wenn es gilt, fahre ich nach Wiesbaden oder sonstwo hin“, verspricht der Kandidat.

In den Ferien hingegen lassen es die Hennighausens entspannt angehen. An der Ostsee, in Kühlungsborn, Heringsdorf oder auf Usedom erholt sich die ganze Familie gern vom vollen Programm des quirligen Alltags. Entspannung im Alltag findet Hennighausen beim Laufen, Fußballspielen, Radfahren und Lesen.

ZUR PERSON

• Die Wahlporträts der weiteren drei Kandidaten lesen Sie in alphabetischer Reihenfolge in den nächsten Tagen in der HNA. Am Donnerstag, 10. März, stellen sich dann alle vier Bewerber im HNA-Lesertreff in der Mehrzweckhalle in Ottrau vor.

Von Anne Quehl

Quelle: HNA

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