Der Borkener Bläserchor feiert seinen Geburtstag mit einem Gesprächskonzert

Posaunen seit 111 Jahren

Borkener Posaunen- und Bläserchor: von links Samuel Ramm, Petra Schäfer, Michael W. Schmidt, Moritz Schmidt, Ole Domes, Jonas Happe, Julia Rabich, Axel Ramm, Jürgen Keim und Gerhard Wagner. Foto: privat

Borken. Seit 111 Jahren gibt es in Borken einen Posaunenchor, der heute unter dem Namen Borkener Posaunen- und Bläserchor trägt. Der Geburtstag soll mit einem besonderen Konzert am Sonntag, 29. Juni, ab 19 Uhr in der Evangelischen Stadtkirche Borgen gefeiert werden.

In der 111-jährigen Geschichte gab es es gerade einmal vier Chorleiter in Borken: Heinrich Döring, Heinrich Koch sowie Gerhard Möller, der immer noch im Chor mitspielt. Seit 2001 ist Michael W. Schmidt musikalischer Leiter.

Kirchliche Musik zum Lob und zur Ehre Gottes, so beschreibt der Chor seine Aufgabe, egal ob in der Kirche, im Festzelt oder im Freien. Tradition sind das Kurrendeblasen am Ostersonntag, die musikalische Umrahmung von Konfirmationen und Hochzeiten, der Weihnachtsgottesdienst im Altenheim und der Dankgottesdienst der Bergleute an Silvester geworden. Auch auf auf Friedhöfen und an Ehrendenkmälern am Volkstrauertag und Totensonntag spielt der Chor.

Für Sonntag kündigt der Chor ein Gesprächskonzert unter dem Titel „Johannes Kuhlo – Der Posaunengeneral“ an. Im Mittepunkt steht das Wirken von Kuhlo, auf den eine besondere Schreibweise speziell bei Stücken für Trompeten und Hörner zurückgeht. So wurde das Zusammenspiel von Gemeinde, Orgel, Chor und Posaunen erleichtert. Zugleich wurde die Kirchenmusik von der weltlichen, insbesondere der Militärmusik, abgegrenzt.

Mit dem Kuhlohorn hat Kuhlo (1856 bis 1941) selbst ein Instrument entwickelt, das im Konzert vorgestellt werden soll. Michael W. Schmidt will verdeutlichen, welch großen Einfluss Kuhlo auf die Posaunenchöre hatte und hat. (ode) • Konzert: Sonntag, 29. Juni, 19 Uhr, ev. Stadtkirche Borken, Eintritt frei, Spenden erbeten.

Quelle: HNA

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