Chor wurde 100 Jahre alt: Bläser und 150 Besucher feierten ihr Jubiläum mit einem Gottesdienst und Denkminute

Posaunenchormusik zu Ehren Gottes

100-Jahre: Im Posaunenchor Immichenhain spielen fünf Männer, drei Jungbläser und acht Frauen. Zwei Jungbläserinnen sind in der Ausbildung. Fotos: privat

Immichenhain. Mit dem Leitspruch „Zur Ehre Gottes, zur Erbauung und Freude seiner Mitglieder und der Gemeinde“ wurde am 9. März 1913 der Immichenhainer Posaunenchor von zehn Männern des Dorfes gegründet. In diesem Jahr feierte der Verein sein 100. Jubiläum.

Initiator des Posaunenchores war 1913 der damalige Pfarrer Eichenauer, der Vorsitzender und gleichzeitig Chorleiter war. Ein Jahr später erklärten weitere sieben Männer ihren Beitritt zum Chor, so dass er im zweiten Jahr seines Bestehens eine ordentliche Stärke von 17 Bläsern erreichte.

1969 trat erste Frau ein

Unterbrochen durch die beiden Weltkriege ging die Arbeit des Posaunenchors weiter bis in die heutige Zeit. Vieles hat sich in den vergangenen 100 Jahren geändert: Es gibt inzwischen mehr Bläserinnen als Bläser – dies wäre damals undenkbar gewesen, 1969 wurde die erste weibliche Bläserin in den Verein aufgenommen. Der Chor hat zudem einen eigenen Vorsitzenden – nicht mehr den Pfarrer in dieser Rolle – und natürlich ist auch die Musik nicht mehr dieselbe. Doch geblieben sind das im Leitspruch benannte Ziel und die Aufgaben des Chores: Die musikalische Gestaltung von Gottesdiensten der Gemeinde, die Geburtstagsständchen für die Senioren ab 80 Jahren im Dorf und die Mitwirkung bei unterschiedlichen Veranstaltungen. 40 Auftritte meistern die Bläser jährlich. Seit der Neubesetzung der Immichenhainer Pfarrstelle mit Pfarrer Andreas Fink im Jahr 2009 ist er der zweite Pfarrer, der in den vergangenen 100 Jahren Vereinsgeschichte aktiver Bläser ist.

Paul Simon leitet derzeit den Posaunenchor, er ist für die Ausbildung der Nachwuchsbläser verantwortlich. Den Vorsitz hat Walther Wiegand inne. Zurzeit spielen im Chor fünf Männer, drei Jungbläser und acht Frauen mit. Außerdem sind zwei Jungbläserinnen noch in der Ausbildung.

Zum Jubiläum versammelte sich jüngst der Posaunenchor und zahlreiche Mitglieder der Gemeinde auf dem Friedhof in Immichenhain, um in einer Gedenkfeier an die verstorbenen Bläser zu erinnern. Danach wurde das Jubiläum dann mit einem Festgottesdienst in der Klosterkirche begangen, den Pfarrer Jörg Scheer hielt, der Vorsitzende des Landesposaunenwerks.

Wiegand ist Ehrenmitglied

Mehr als 150 Menschen waren gekommen, um im Gottesdienst und danach weiter im Gemeindehaus mit dem Chor seinen runden Geburtstag zu feiern. Langjährige Bläser wurden bei dieser Gelegenheit mit Urkunden und Ehrennadeln geehrt, der Vorsitzende und frühere Chorleiter Walther Wiegand wurde zum Ehrenmitglied ernannt. (cls)

Quelle: HNA

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