Erwartungen richten sich nun an Nachfolger Florian Rentsch

Posch-Rückzug wirft Fragen zum Weiterbau der A 49 auf

Schwalm-Eder. Der angekündigte Rücktritt des hessischen Wirtschafts- und Verkehrsministers Dieter Posch (Melsungen) hat im Schwalm-Eder-Kreis für Überraschung gesorgt und neue Fragen aufgeworfen, wie sich dieser Schritt beispielsweise auf den Weiterbau der Autobahn A 49 auswirkt.

Das Schnellstraßen-Projekt sei zuletzt stark mit der Person von Dieter Posch (FDP) verbunden gewesen, nun gebe es Verunsicherung, ob der Weiterbau der A 49 tatsächlich wie geplant umgesetzt werde, sagte Landrat Frank-Martin Neupärtl (SPD). Der Melsunger habe für den Landkreis sehr viel erreicht, fügte Neupärtl hinzu. Er erwarte, dass sich auch der designierte Nachfolger Poschs, Florian Rentsch, klar hinter dieses Projekt stelle, fügte er hinzu.

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„Am Geschehen um die A 49 wird sich durch den Rücktritt wohl nichts ändern“, sagt Jörg Haafke (Willingshausen) von der Bürgerinitiative Schwalm ohne Autobahn. Wenn Behörden in Deutschland erst einmal in Marsch gesetzt seien, arbeiteten sie alles ab.

Gleichwohl sieht der Autobahn-Gegner im Rücktritt auch eine Chance: „Denn Posch war einer der vehementesten Verfechter der Autobahn.“ Haafke hofft, dass sein Nachfolger nicht „so eine Akribie in Sachen Weiterbau an den Tag legen wird“.

Auch in Poschs Heimatstadt war die Überraschung groß: „Wir verlieren einen Fürsprecher für den gesamten nordhessischen Raum“, sagt Fritz Voit, Erster Stadtrat in Melsungen. Posch habe sich bei vielen Straßenbauprojekten für die Region eingesetzt.

Im Melsunger Land hinterlässt er viele Spuren: Der Autobahnzubringer im Gewerbegebiet Ostheim, die Notfallspur und der Ausbau der Nürnberger Straße seien eng mit dem Namen Posch verbunden. Die Vorteile, die man durch einen Minister aus Melsungen hatte, verliere man nun. „Wir müssen abwarten, inwieweit seinem Nachfolger die Region am Herzen liegt“, sagt Voit. (hro/ciß/gör)

Quelle: HNA

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