Bürgermeister Knöpper rechnet mit einem ausgeglichen Haushalt in 2015

Positive Entwicklung des Etats

Neuental. „Im kommenden Jahr können wir vielleicht einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen“, sagte Bürgermeister Kai Knöpper zu Beginn der Diskussion um den Etat in der Sitzung der Gemeindevertreter in Schlierbach. Den nahmen die Mandatsträger mit 18 Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen an.

Doch die positiven Zahlen – das Defizit beträgt nur noch 66 650 Euro – seien mit Belastungen der Einwohner Neuentals verbunden. Das gefalle ihm nicht, sei aber wegen des kommunalen Rettungsschirms unvermeidbar, sagte SPD-Sprecher Hartmut Zülch. Auch künftig sah Zülch wenig Spielraum, Wünsche zu erfüllen. Zugleich warnte er allerdings, die Sparschraube noch enger zu drehen. Denn das Leben müsse lebenswert bleiben.

CDU-Sprecher Volprecht von und zu Gilsa stimmte zu, allerdings frage er sich, „warum wir erst ein Instrument wie den Rettungsschirm brauchen, um die Beschlüsse zu fassen“. Vielleicht werde das Ergebnis noch besser, wenn die Kreisumlage gesenkt werde, wie er gehört habe.

Betrachtet man die Fehlbeträge der vergangenen Jahre scheine es, „dass der Weg aus den roten Zahlen herausführt“, sagte Wolfgang Völker von der FDP. Seiner Darstellung nach sei die Entscheidung unter den Rettungsschirm zu schlüpfen richtig gewesen. Doch habe der Schuldenabbau erhebliche Belastungen für die Menschen bei Wasser- und Abwasser sowie anderen kommunalen Steuern nach sich gezogen. Für das neue Jahr wünsche er sich bessere Informationen durch den Bürgermeister.

Nicht ganz so positiv wollte Christian Lingemann den Haushalt sehen, es gebe auch Unwägbarkeiten, wie Nacharbeiten beim Kanalbau in Römersberg. Lingemann: „Warten wir ab, was das Jahr noch bringen wird.“ (ras)

Quelle: HNA

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