Frielendorf liegt an der Spitze, Melsungen ist am günstigsten

Schwalm-Eder: Preise für Wasser und Kanal als Standortfaktor

Schwalm-Eder. Die Spanne bei den Wasser- und Abwasserpreisen, die die Städte und Gemeinden im Schwalm-Eder-Kreis erheben, ist riesig: Sie reicht vom Spitzenreiter Frielendorf mit aktuell 6,60 Euro für Abwasser bis zum Schlusslicht Melsungen, wo der Kubikmeter Schmutzwasser 2,15 Euro kostet.

Die Arbeitsgemeinschaft Hessen der Industrie- und Handelskammer sieht darin einen Faktor für Betriebe, die sich neu ansiedeln wollen. Nicht berücksichtigt wird in der Studie, ob die Kommunen ihre Einwohner separat zur Kasse bitten, wenn Kanäle erneuert werden müssen.

So sagen die reinen Zahlen nichts über die tatsächliche finanzielle Belastung der Kunden aus. Während Melsungen beispielsweise bei Kanalsanierungen separat zur Kasse bittet, werden derlei Arbeiten in Frielendorf auf den Kubikmeterpreis umgelegt. Der lag bis Ende März bei 5,60 Euro, ist jetzt auf 6,60 Euro gestiegen und wird sich laut Büroleiter Michael Bühn zum nächsten Jahr auf 7,60 Euro erhöhen. „Wir haben schwierige Bodenverhältnisse, Treibsand und Basalt“, sagt er zu den Kosten.

Mit der Umlage der Sanierungskosten auf die Gebühr erklärt sich auch der Preis in Schwalmstadt, der aktuell bei 5,50 Euro liegt. Weil Rechnungen niedriger ausfielen, wurde der Preis von früher 5,75 Euro gesenkt. Willingshausen mit seinen drei Kläranlangen liegt derzeit bei 5 Euro, erhebt aber zusätzlich Beiträge.

Deutlich güstiger als bei der Entsorgung und Klärung des Abwassers liegen die Kommunen mit ihren Wasserpreisen Mit 1,18 Euro pro Kubimeter Frischwasser lebt es sich in Melsungen am günstigten, in Spangenberg mit 2,90 Euro - jeweils inklusive sieben Prozent Mehrwertsteuer - ist das Wasser am teuersten.

Der Durchschnittspreis für Hessen betrug zu Beginn dieses Jahres für Frischwasser 3,09 Euro und für Abwasser einschließlich Mehrwertsteuer 4,50 Euro.

Von Brigitte Müller-Neumann

Quelle: HNA

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