43. Kampagne des Carneval-Verein: 220 Gäste feierten mit den Frielendorfer Narren

Premiere für Präsidenten

Heiteres Programm: Am Samstagabend auf der Bühne im Hotel Hassia zu sehen waren unter anderem Jutta Spengler und Bernd Lohr sowie die jungen Damen der FCV Garde. Fotos: Rose

Frielendorf. „Packt euch auch die Bürgerwut – beim FCV tankt frischen Mut“ – das ist der Wahlspruch der 43. Kampagne des Frielendorfer Carneval-Vereins. Mehr als 100 Narren ließen es bei ihrer ersten Sitzung am Samstag im Saal des Hotels Hassia mächtig krachen. Beklatscht und belacht von 220 Gästen entrollten die Akteure ihr dreistündiges, humoristisches Programm.

Bernd Lohr feierte als neuer Sitzungspräsident Premiere. Der Lendorfer, der seit mehr als 20 Jahren in der Bütt steht, leitete in fast schon poetischer Reimform galant und charmant durch den Abend. Mit feiner Ironie nahm er die Präsidentensuche aufs Korn: „Der zweite Kandidat war ein Oberst a.D. von der Bundeswehr – der sah sich schlichtweg als prädestiniert, er habe doch schon 30 Jahre kommandiert.“ Auch Kandidat drei stand da wie aus dem Ei gepellt, aber der war wohl nichts für die Damenwelt. Denn auf die Frage, auf was er sich freue, antwortete er: „Aufs Ordenverleihen an den Fresh Mett Boy.“ Und so war klar: „Einen Sitzungspräsidenten gibt‘s nur beim FCV, den findet man nicht in einer Casting-Schau.“

Mit der FCV Garde nahm das Narrenschiff Fahrt auf: In ihren blau-weißen Kostümen wirbelten die jungen Damen übers Parkett. Athletisch präsentierte sich auch Funkenmariechen Verena Hofmann. Anschließen drängte Bernd Städter als „Silber-Bräutigam“ in die Bütt: „25 Jahre Ehe – im Tierreich heißt das Monogamie, bei Männern Pech gehabt“, witzelte der Karnevalist. Die Suche nach der Richtigen sei sowieso schwierig: „Ich hatte in der HNA eine Anzeige mit dem Text „suche Frau“ aufgegeben. In mehreren hundert Zuschriften stand: Nimm doch meine.“ Städter nahm in seinem Vortrag kein Blatt vor den Mund – der Frielendorfer mochte es recht deftig.

Jutta Spengler bevorzugte mondänere Gefilde. Gemeinsam mit Bernd Lohr testete die Närrin, inwieweit Reihe 15 noch ein adäquater Platz in der Oper ist. Stuhl um Stuhl rückte das Pärchen dabei durch den Saal – vom Publikum mit viel Applaus belohnt.

Joachim Etzel nahm die Gäste in seiner Playback-Show mit auf die Skihütte. Anschließend heizten die Fresh Mett Boys – vier knackige junge Herren – mit ihrem Auftritt vor allem den Damen im Publikum ordentlich ein.

• Zweite Sitzung nächsten Samstag, 26. Februar, 19.30 Uhr, im Hassia

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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