Künstlerprojekt Giselle Tzara stellt sich vor mit einem Kunst-und Bauernmarkt

Premiere mit viel Kultur

Besonderheit in Gungelshausen: Diesen Redwood Tree pflanzte Georg Heimbächer vor über 60 Jahren. Fotos: Decker/1Quehl

Gungelshausen. Der kleine Ortsteil Gungelshausen mit seinen 38 Einwohnern erwartet am Sonntag viele Gäste, denn das „Kulturprojekt Giselle Tszara“ lädt zu seiner ersten Benefizveranstaltung ein. Ab 11 Uhr findet auf dem Gelände der Zellarer Straße 7 ein Kunst-, Bauern- und Handwerkermarkt statt, der zum Bummeln und Mitmachen anregen soll – und das neue Kunstprojekt vorstellt.

Für die Kinder wird es eine Himmelsleiter geben, auf der sie immer höher hinauf steigen dürfen; sollten sie fallen, fangen weiße Wolken sie auf. An einem Armbruststand kann jeder seine Geschicklichkeit testen. Auf dem Gelände bauen die Vereinsmitglieder eine kleine Kathedrale - die erste Kirche Gungelshausens - auf, jedoch nicht, um zum Gottesdienst einzuladen, sondern als origineller Stand für alles Flüssige, wie Saft, Wein und Bier.

Historischer Reisewagen

Der historische Reisewagen darf besichtigt werden, und eine Ausstellung mit Werken dreier Künstlerinnen bietet einen Einblick in ihr Schaffen der Kunstmalerei und der Grafikkunst. Hermann, der Brillenmacher, zeigt seine einzigartigen Brillen aus Holz, die er für die Kunden maßgeschneidert anfertigt.

Um 14 Uhr plant der Verein, sich vorzustellen und weitere Mitglieder zu gewinnen, denn das „Kulturprojekt Giselle Tszara“ soll in den nächsten Jahren die Kunst rund um die Künstlerkolonie Willingshausen ergänzen.

Treibende Kraft der Kulturinitiative ist der Kerzen- und Wachskünstler Hans Schrewe, der seit 20 Jahren in einem Gebäude des ehemaligen Gehöfts wohnt und dieses mit viel Kreativität und Unterstützung zahlreicher Helfer in der Vergangenheit aus- und umgebaut hat. Im ehemaligen Hühnerstall sind jetzt die Gästetoiletten untergebracht, und aus den Ställen entstand ein uriges Café für die erwarteten Besucher. „Ich habe in meinem Leben so viele Künstler kennen gelernt, dass es Zeit wird, sie alle in die Schwalm einzuladen“, erzählt Schrewe.

Der kleine ehemalige Steinbruch im Park hinter dem Haus ist jetzt eine 60 Quadratmeter große Waldbühne, auf der im Sommerhalbjahr Musik, Theater und Literatur zu sehen sein wird.

Poeta Magica zu Gast

Am Sonntag weihen um 15 Uhr Poeta Magica mit ihren Klang- und Tonfolgen die Bretter, die die Welt bedeuten, ein. Ab 16 Uhr zeigt das Duo Obscurum sein Programm zum Tanzen und Lachen. Der Name der Kulturinitiative Giselle Tszara ist übrigens eine Schöpfung von Hans Schrewe. „Als Schriftsteller denke ich viel über Wörter und ihre Bedeutung nach. In der Mongolei heißt ein Berg Tszara. Außerdem erinnert der Name an Tristan Tzara, einen berühmten Dadaisten des vorigen Jahrhunderts“, erläutert Schrewe, „so haben wir etwas Neues erschaffen, das trotzdem einen Bezug zu früher beinhaltet.“ 

• Öffnungszeiten ab dem 19. April: Mittwoch und Donnerstag ab 14 Uhr; jeden 1. und 3. Freitag im Monat ebenfalls ab 14 Uhr, vormittags und an Wochenenden nach Vereinbarung

Von Christiane Decker

Quelle: HNA

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