Viel Beifall, Publikum und Schauspieler zufrieden

Premiere Aschenputtel: Publikum feiert Volksbühne Bad Emstal

Bad Emstal. Die Schauspieler der Volksbühne Bad Emstal und die Helfer vor und hinter der Kulisse sind hochzufrieden. Die Premiere des Wintermärchens Aschenputtel ist gelungen.

Die Besucher quittierten die Vorführung am Samstagnachmittag im Kur- und Festsaal in Sand mit reichlich Beifall. Und am Schluss riss es das Publikum von seinen Plätzen, es feierte die Protagonisten auf der Bühne begeistert mit Standing Ovations.

Die Besucher mussten sich von dem Aschenputtel (Katharina Girke) lösen, wie es die Brüder Grimm aufgeschrieben haben. Denn in dem vom Volksbühne-Vorsitzenden Lothar Neumann abgewandelten Märchen der armen Sophie (Aschenputtel), das die Regisseurinnen Stephanie Hupfeld und Ilona Naumann in Szene setzten, tauchten zur Verwunderung der Zuschauer Figuren auf, die die Grimms nicht vorgesehen hatten. Statt der erwarteten weißen Tauben sind es die grauen Mäuse Kasimir (Tom Biedebach) und Malwine (Stephi Pante), die dem Mädchen trotz ständiger Nachstellungen durch Schwiegermutters (Pamela Riedel) Lieblingskatze Cleopatra (Jana Müller) zu seinem Glück verhelfen.

Kinder machen mit und warnen graue Mäuse

Vor allem die Kinder im Saal hatten die tapferen Mäuse in ihr Herz geschlossen. Mit lauten Rufen warnten sie die frechen Nager, wenn ihnen die Katze ans Leder wollte. Eine gute Fee (Marika Bayer) ersetzte in der Inszenierung der Volksbühne den Zauberbaum der Grimms am Grab von Sophies Mutter. Der Vater (Ottmar Bulle) konnte seiner Tochter Aschenputtel auch nicht helfen, auch er stand unter der Knute seiner zweiten Frau und deren beiden Töchtern (Nicole Schwedes und Jasmin Risseler). Wie ihre Mutter beschimpften, hänselten und drangsalierten sie das Aschenputtel. 

Mit viel Humor würzte Baron Sigismund (Wieland Beinert) die eigentlich traurige Geschichte, in der am Ende das Gute über das Böse siegt. Im sächsischen Dialekt stand er seinem Prinzen Benedikt (Jürgen Kleinhans) treu zur Seite. Mit der ersten Hofdame, Gräfin Charlotte (Sabine Koch), lag er sich immer wieder in den Haaren. Doch das Publikum erkannte schnell, dass hinter den Streitereien Zuneigung stand.

Am Ende erfüllte sich der Traum des armen Aschenputtels. Der Prinz verliebte sich beim Heiratskandidaten-Ball unsterblich. Und dann war alles wie bei den Grimms. Auch auf der Bühne im Kursaal wusste der Prinz nicht, wer sich hinter dem wunderschönen Mädchen verbarg. Doch der Schuh, den Sophie verloren hatte, passte nur dem Aschenputtel und damit „der rechten Braut.“

Aschenputtel und zwei graue Mäuse begeisterten das Publikum

Weitere Aufführungen von „Aschenputtel“ im Kur- und Festsaal gibt es an folgenden Tagen: Donnerstag, 3. Dezember: 9 Uhr (ausverkauft) und 11 Uhr (Schulen/Kindergärten); Sonntag, 6. Dezember: 11 Uhr, 14 Uhr, 17 Uhr; Samstag, 12. Dezember: 14 Uhr und 17 Uhr; Sonntag, 13. Dezember: 11 Uhr und 14 Uhr. Einlass ist jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Quelle: HNA

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