Der Neubau am Dorfgemeinschaftshaus ist durch Setzungen nahezu abrissreif

Der Ton ist das Problem

Marode nach knapp 23 Jahren: Der Saalanbau ans DGH Trutzhain. Vom Dach bis zur Gründung müsste das Gebäude saniert werden, auch die energetische Modernisierung tut Not. Linkes kleines Bild: Wasserschäden und Risse sind leicht zu erkennen. Rechtes kleines Bild: Mit einer Siegelmarke wird die fortschreitende Setzung überwacht. Fotos: Quehl

Trutzhain. Wie geht es weiter mit dem Dorfgemeinschaftshaus in Trutzhain? In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses Schwalmstadts wurde darauf noch keine Antwort gefunden.

Der Saalanbau an dem Gemeinschaftshaus, es ist das größte Schwalmstadts, wurde erst 1989 errichtet. Entstehende Schäden – Risse und Wasserflecken – sind seit Langem zu erkennen. Für die Sanierung des Altbaus von 1954, in dem auch der Kindergarten untergebracht ist, stehen 405 000 Euro an Förderung zur Verfügung, allerdings nur diese Jahr. Für den Saal gibt es kein Geld.

Neubau: 2,4 Mio. Euro

Dabei wird es, wie ein Ingenieur in der Ausschusssitzung erläuterte, mächtig teuer. Sogar ein kompletter Ersatz für Alt- und Neubau wurde kalkuliert: 2,4 Mio. Euro. Allein die kurzfristige Instandhaltung ist 500 000 Euro teuer, so der Planer. Und: Der Verzicht auf eine Modernisierung würde erhebliche Kosten nach sich ziehen, Fördergeld gäbe es keins. Eine umfassende Sanierung würde 1,6 Mio. Euro kosten, wovon die Förderung abgezogen werden könnte.

Ursache für die Schäden an dem Anbau ist nach Darstellung von Karl-Dieter Schnarr (Plusconcept) hauptsächlich der tonige Untergrund, der aufquillt und eintrocknet, je nach Jahreszeit und Witterung. Die umstehenden Bäume würden das noch verstärken, indem sie Feuchtigkeit saugen. Der problematische Untergrund erfordert laut Planer eine besonders tiefe Gründung mittels Bohrpfählen, und die käme teuer. Der Altbau ist von den Setzungen laut Schnarr nicht betroffen, Schäden am Verbindungsbau seien allein den Problemen im Anbau geschuldet.

Den Ausschussmitglieder wollen jetzt weitere Informationen, in der nächsten Sitzung am Dienstag, 22. Mai, soll weiter beraten werden. Wegen des drohenden Verfalls des Förderanspruchs drängt die Zeit. Außerdem muss der Brandschutz im Kindergarten auf jeden Fall auf den neuen Stand gebracht werden.

Von Anne Quehl

Quelle: HNA

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