Erhebungsstelle beim Landkreis beendet ihre Arbeit

Problemloser Zensus in Schwalm-Eder: Nur 30 Verweigerer

Schwalm-Eder. Die aktuelle Volkszählung, der Zensus 2011, ist mit Ende des Monat Mai für die Erhebungsstelle im Landkreis Schwalm-Eder endgültig beendet.

Probleme mit Verweigerern, die ihre Daten weder den Interviewern persönlich geben noch die Fragen auf dem Postwege beantworten wollten, hat es kaum gegeben.

23.100 Personen im Landkreis waren für die Haushaltsstichprobe ausgewählt worden, das waren zwölf Prozent der Bewohner. „Wir mussten lediglich 180 Androhungen von Zwangsgeld aussprechen an diejenigen, die nicht geantwortet hatten“, sagt Andrea Süsser, Leiterin der Erhebungsstelle in Homberg. Davon sind jetzt noch 30 Personen übrig geblieben, die sich verweigern. Das Zwangsgeld beträgt 300 Euro.

30 Verweigerer von über 23.000 Befragten – das ist ein verschwindend geringer Prozentsatz von 0,13 Prozent. Ein Vergleich mit der Volkszählung im Jahr 1987, als eine Welle der Verweigerung durchs Land lief, verbiete sich, sagt Süsser: Damals sollten alle ihre Daten abliefern.

Neben der Haushaltsstichprobe gab es die Gebäude- und Wohnungszählung: Alle Haus- und Wohnungseigentümer erhielten per Post Fragebogen, die sie ausfüllen mussten. An 1650 Anschriften konnten die Bescheide nicht zugestellt werden. „Da gab es Beschwerden, weil die seit zehn Jahren verstorbene Mutter Post erhalten hat“, berichtet Andrea Süsser.

Doch es sei ja Sinn und Zweck des Zensus gewesen, die Melderegister mit dem tatsächlichen Verhältnissen abzugleichen, sie zu bereinigen. Auch könne man aufgrund der Zählung die genaue Einwohnerzahl besser feststellen.

Insgesamt sind die Befragungen ohne Probleme gelaufen. Die Rückmeldung der 248 Interviewer sei durchweg hervorragend gewesen, resümiert die Leiterin: „So viel Kaffee wie in den Wochen hätten sie noch nie getrunken.“

Quelle: HNA

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