Programme zur Verjüngung

Stadt Melsungen hat viele Angebote

+
Auch sie haben von den Zuschüssen profitiert: Hartmut und Kirsten Wiederhold vor ihrem Haus in Melsungen.

Melsungen. Mehrere hundertausend Euro hat die Stadt Melsungen in den vergangenen Jahren in Förderprogramme gesteckt. Eines der jüngsten ist "Jung kauft alt". Seit etwa einem Jahr bekommen Menschen beim Kauf eines älteren Hauses einen Zuschuss.

15 Familien und Einzelpersonen hätten das Programm bisher in Anspruch genommen, berichtet Cornelia Ritter-Wengst, Kämmerin der Stadt. Dies könne sich durchaus sehen lassen, fällt ihr Fazit dazu aus.

Vor allem werde man es in Melsungen und den Stadtteilen sehen, sagt Martin Dohmann, Leiter des städtischen Bauamtes. Angesichts des demografischen Wandels helfe dieses Programm, Leerstand zu vermeiden.

Dies war unter anderem ein Grund des Parlaments, das Programm aufzulegen. Attraktive Flächen in der Kernstadt und den Stadtteilen sollten erhalten bleiben, auch für die energetische Sanierung, die Modernisierung und Gestaltung der Fassaden hält die Stadt Melsungen Förderprogramme vor.

Beim Programm "Jung kauft alt" erhalten Teilnehmer 600 Euro für eine Erstberatung, um den Sanierungsbedarf festzustellen. Fünf Jahre lang zahlt die Stadt im Anschluss 600 Euro je Paar und weitere 300 Euro je Kind. Das Programm greift bei allen Häusern, die zum Zeitpunkt des Interesses 25 Jahre oder älter sind. 13 Häuser sind in Melsungen und zwei in Obermelsungen in das Programm aufgenommen worden. "Die Rückmeldung aus den Familien war, dass sie wegen des Programms auf ältere Häuser zurückgegriffen hätten", sagt Riter-Wengst.

"Uns ist es gelungen, Anreize zu schaffen, vorhandene Bausubstanz zu erhalten. Auch weiterhin Baugebiete auszuweisen, kann nicht der richtige Weg sein", sagt Martin Dohmann. Derzeit gibt es zum Beispiel noch Plätze in Baugebieten in Röhrenfurth, Obermelsungen, Kirchhof, Günsterode und Kehrenbach. Dort gibt es noch acht Baugrundstücke. Im Sommer 2000 wurden 18 ausgewiesen, nur zehn sind seit dem verkauft worden.

Die Programme, die zum Erhalt der Zentren beitrügen seien daher sehr sinnvoll, sagt Ritter-Wengst. Dies würde bei den regelmäßig stattfindenden Überprüfungen der Programme berücksichtigt. Manchmal sei es nötig, Eckdaten anzupassen. So habe es beispielsweise eine politische Diskussion darüber gegeben, ob 25 Jahre nicht zu jung sei.

Es gehe nicht nur darum, junge Menschen zu holen: "Wir wollen gerade auch ältere Menschen halten. Seniorengerechter Wohnraum in zentraler Lage ist wichtig und wird geschaffen", sagt Dohmann. Für die Programme gilt, dass erst nach Verabschiedung des Haushalts im Februar Geld freigegeben wird. Anmelden können sich Interessierte natürlich schon jetzt.

Kontakt: Stadtverwaltung Melsungen, Katja Stoll unter Tel. 05661/708121

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

Kommentare