Melsunger Förderverein ist Träger

Projekt Primacanta soll Grundschülern Spaß am Singen machen

Wollen jedem Kind eine Stimme geben: Sebastian Schilling, Thomas Gille, Karin Muche, Volker Komiske, Uta Opper-Fiedler, Annika Obach, Ilona Braun und Agnes Dürr (von links). Foto: V. Koch

Melsungen. Kindern eine Stimme geben – das hat sich das Projekt Primacanta Nordhessen auf die Fahne geschrieben. Mit dem Vorhaben soll das musikalische Können von Grundschülern Schritt für Schritt aufgebaut werden.

Am 1. August fiel der Startschuss. Ziel ist der Spaß am Singen. Vorbild für das Projekt Primacanta ist ein französisches Modell zur musikalischen Lehrerfortbildung.

Den Anstoß, Primacanta nach Nordhessen zu bringen, gaben Karin Muche und Annika Obach. „Mit dem Projekt sollen alle Kinder erreicht werden, nicht nur die, die sowieso in einen Chor gehen“, sagt Karin Muche. Kinder sollen die Möglichkeit erhalten, ihre Stimme zu erkunden.

Finanziert wird das Projekt in Nordhessen vom Förderverein für ein zukunftsfähiges Melsungen, der Kulturstiftung der Kreissparkasse Schwalm-Eder und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.

„Mit dem Projekt sollen alle Kinder erreicht werden, nicht nur die, die sowieso in einen Chor gehen.“

Der Förderverein für ein zukunftsfähiges Melsungen hat außerdem die Trägerschaft übernommen. Weitere Unterstützung bekommt Primacanta Nordhessen vom Hessischen Kultusministerium, dem staatlichen Schulamt Fritzlar und der Landesmusikakademie Schlitz.

Ilona Braun vom Förderverein sieht darin nicht nur die musikalischen Vorteile. „Primacanta wird ganz intensiv die Gemeinschaft fördern“, sagt sie.

Um das Konzept von Primacanta an die Grundschulen in Nordhessen zu bringen, lassen sich mit Annette Fraatz, Ruth Eckhardt, Agnes Dürr und Annika Obach vier erfahrene Musiker zu Teamern ausbilden. Ihr Wissen werden sie dann an die Grundschul-Lehrer in der Region weiter geben. Ein Kooperationsvertrag mit der Crespo-Foundation in Frankfurt ist in Arbeit.

Von ihr bekommt das Projekt in Nordhessen auch die Unterichtsmaterialien. „Wir kriegen alle Unterstützung, die wir brauchen“, sagt der Projektleiter von Primacanta Nordhessen, Sebastian Schilling.

Nächster Schritt ist, auf die Grundschulen zuzugehen. Im Sommer 2013 beginnt die Fortbildung für Lehrkräfte. Zwischen acht und elf Grundschulen in der Region zeigen sich nach Angaben von Schilling bisher interessiert. (yvk)

Quelle: HNA

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