Kommt Einkaufszentrum?

Projektplaner haben Interesse am Ulrich-Areal in Homberg

Großes Gelände: Auf dem Areal des ehemaligen Autohauses Ulrich in Homberg könnte ein Einkaufszentrum entstehen. Projektentwickler aus Frankfurt haben Interesse bekundet. Foto: Yüce

Homberg. Bei dem Thema, wie es mit dem Gelände des ehemaligen Autohauses Ulrich an der Kasseler Straße weitergeht, werden die Homberger Stadtverordneten ein gewichtiges Wort mitreden.

Und das, obwohl das Grundstück in privater Hand ist. Zumindest, wenn sich an der Nutzung des insgesamt etwa 10.000 Quadratmeter großen Areals etwas ändern soll. Es handelt sich nämlich um eine so genannte gemischte Baufläche, und es gibt nach Angaben der Stadt keinen Bebauungsplan dafür.

Das bedeute, ohne Bauleitplanung - also die Mitwirkung der Stadt - könne keine städtebauliche Entwicklung stattfinden. Konkret heißt das zum Beispiel: kein großflächiger Einzelhandel (über 800 Quadratmeter) ohne die Zustimmung der Stadt.  

Interesse an dem Gelände haben bereits die Projektentwickler Schoofs aus Frankfurt bekundet. Mit den Eigentümern des Geländes seien diese sich schon einig. Die Projektentwickler würden gerne auf dem ehemaligen Autohaus-Areal ein Einkaufszentrum von bis zu 7000 Quadratmetern entwickeln, sagte Bürgermeister Dr. Nico Ritz am Donnerstag bei der Stadtverordnetensitzung in der Stadthalle.

Hauptmieter solle ein großer Lebensmittel-Einzelhändler sein. Die Planer würden einen unmittelbaren Zugang zur Ziegenhainer Straße vorsehen. Möglich wäre das nur über zwei Grundstücke, etwa über das Gelände der Sparkassen-Parkplätze. Auch an weiteren Flächen in unmittelbarer Nähe zum Ulrich-Areal hätten die Projektentwickler Interesse. Dadurch könnte die Gesamtfläche deutlich steigen.

Der Vorschlag der Projektentwickler sei vor allem eines: „Eine Möglichkeit“, sagte Ritz. Man müsse ergebnisoffen an die Diskussion herangehen. „Es ist positiv, dass es Investoren gibt und über dem Gelände nicht nur der Zukunftsdunst liegt“, sagte Ritz im HNA-Gespräch. Ziel der Stadt müsse es jetzt sein, mit den Investoren genaue Regeln und Vereinbarungen zu treffen, wie das Areal entwickelt werden soll. Das Grundstück habe schließlich eine erhebliche städtebauliche Bedeutung, betonte Ritz. Alles, was dort entstehe, wirke sich unmittelbar auf die Stadt aus.

Deshalb sei auch eine frühe Einbindung der Homberger wichtig. So sei zum Beispiel eine Bürgerversammlung geplant. Dort könnten dann die Pläne der Investoren vorgestellt werden. Diese hätten zugesagt, die Kosten für einen unabhängigen Stadtplaner zu übernehmen. Der könnte die Moderation der Diskussion leiten.

Ritz will kurzfristig das Gespräch mit dem Korbacher Investor Wilhelm Schneider suchen, der an der Nordumgehung - also vor den Toren der Stadt - Baumarkt, Tankstelle und Gastronomie ansiedeln will. Es biete sich die Chance, die städtebauliche Entwicklung an verschiedenen Stellen in Einklang zu bringen.

Von Maja Yüce

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Quelle: HNA

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