Projekttage: Schüler der Friedrich-Ebert-Schule präsentierten Praktisches und Kurioses

Das fehlte noch: Der Weizenbier-Einfüllautomat von Niklas Jacobi, Johannes und Anna Sinning, Lukas Dux und Patrick Clobes (von links).

Fritzlar. Praktisches, Kurioses und Lustiges ist bei Projekttagen der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule (RFES) in Fritzlar zustande gekommen.

Zwei Klassen der Elektrotechnik sowie jeweils eine Klasse der Informationstechnik und Maschinenbau präsentierten jetzt Arbeiten, die sie im laufenden Schuljahr geplant und gebaut habenen.

Unter anderem wurde auch ein Modell einer Akkuladestation für E-Bikes gebaut. Dr. Ulrich Skubella von Pro Fritzlar hatte den Wunsch an die Schule herangetragen. Diese Tankstellen sollen auf dem Marktplatz, am Brauhaus sowie am Wohnmobilsstellplatz in der Ederau aufgestellt werden. Gebaut werden sollen die drei Anlagen dann in verschiedenen Betrieben.

Für den Einsatz in der Landwirtschaft konstruierten Schüler einen programmierbarer Futterautomaten.

Niklas Jacobi, Johannes und Anna Sinning, Lukas Dux und Patrick Clobes bauten einen Weizenbier-Einfüllautomaten, über den sich bestimmt der ein oder andere Vatertagsgänger freuen würde. Auf Knopfdruck neigt sich die in einer Halterung befestigte Flasch so langsam, dass der Inhalt in einem Guss im Glas landet, das ebenfalls schräg im Gerät befestigt ist.

Kurios ist das motorisierte Rhönrad Monocycle von Jannis Lemke, Marvin Jacobi, Till Dünzebach und Linus Hartung. Die Minimaschine ist mit Halterungen in einem Gummi ummantelten Stahlrahmen befestigt und bewegt das ganze Gefährt vorwärts. Eine technische Meisterleistung der Erbauer, wie Lehrer Jürgen Pfingst sagte.

Stolze Entwickler: Von links Jannis Lemke, Marvin Jacobi, Linus Hartung und Till Dünzebach stellten ein motorisiertes Rhönrad, „Monocycle“, vor. Fotos: Zerhau

Die Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule hat beim Hessen den Antrag gestellt, als Umwelt-Schule anerkannt zu werden. Als Referenzobjekte wurden ein zum Elektromobil umgebaute Personenwagen sowie die in Kooperation mit den Grundschülern gebauten Solarboote eingereicht.

Die Projektleitung hatten Dirk Kusche und Marco Pelz von den Elektrotechnik-Klassen sowie Roger Ring (Informationstechnik) und Jürgen Pfingst und Dirk Beyer (Maschinenbau).

Einzige Frau unter in den teilnehmenden Klassen ist Anna Sinning (18) aus dem Homberger Stadtteil Hülsa (Klasse 12, Maschinenbau). Sie hat am Projekt „Weizenbier-Einfüllautomat“ mitgearbeitet. Vor gut zwei Jahren entschied sie sich gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder Johannes, die Fachoberschule, Bereich Maschinenbau, zu absolvieren.

Das Fazit im letzten Jahr ist nüchtern und ehrlich: „Das ist nicht ohne und ziemlich schwierig“, sagt sie, „aber ich ziehe das bis zum Ende durch und mache meinen Abschluss.“ Ob sie allerdings in der metallverarbeitenden Branche bleibt, ist noch fraglich. Jetzt habe sie den Focus erst einmal auf den Schulabschluss gelegt. (zzp)

Quelle: HNA

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