Schlierbacher Eltern kämpften für ihre Kinder um den versprochenen Spielplatz

Protest bringt den Erfolg

Protest: Mit einer Demonstration forderten die Schlierbacher das Versprechen einzulösen, einen neuen Spielplatz zu bauen. Der Protest hatte nun Erfolg. Foto: Hebeler

Schlierbach. Eine Demo, eine Liste mit 130 Unterschriften sowie der demonstrative Besuch der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses hatten Erfolg: Das Geld für den Spielplatz wurde endlich freigegeben, das Versprechen, einen neuen Spielplatz zu bauen, eingelöst.

Der Zorn der Schlierbacher kochte hoch, als im März das Geld für den Spielplatz – es handelt sich um 15 000 Euro – im Haushalt der Gemeinde nicht frei gegeben wurde. Dabei war den Schlierbachern beim Bau der Kläranlage versprochen worden, sie würden für ihre Sprösslinge einen neuen Spielplatz erhalten. Für Ortsvorsteher nicht mehr als recht und billig, denn für den Bau der Kläranlage hatten sie den Spielplatz geopfert. Wo einst die Kinder im Sandkasten spielten, reinigt heute eine Anlage das Abwasser der Schlierbacher.

„Doch von dem Versprechen wollte man Anfang des Jahres nichts mehr wissen“, erinnert sich Eduard Husung, Ortsvorsteher von Schlierbach. Vielmehr habe man vorgeschlagen, „wir sollten den Spielplatz über einen Förderverein finanzieren und in Eigenleistung bauen“. Das wollten sich die Schlierbacher aber nicht gefallen lassen und pochten darauf, dass für die etwa 30 Kinder ein Platz neben der Kirche gebaut wird. „Die Stimmung war auf dem Nullpunkt“, erinnert sich Husung.

Nach der Demonstration und der Unterschriftensammlung wendete sich das Blatt und von den 15 000 Euro wurden 10 000 Euro freigegeben. Noch im Sommer soll nun das Gelände, auf dem eine Firma, die in Schlierbach neue Kanäle verlegt Fahrzeuge und Material geparkt hat, planiert und für den Bau von Rutsche, Sandkasten, Seilbahn und mehr vorbereitete werden.

Um Geld zu sparen, wollen die Schlierbacher mitarbeiten, und versuchen, den Spielplatz in das Dorferneuerungsprogramm zu bekommen. „Der Protest hat sich gelohnt“, freute sich der Ortsvorsteher.

Von Rainer Schmitt

Quelle: HNA

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