Unterschriften für Geschwindigkeitsbeschränkung

Proteste gegen Ende des Tempolimits

Gilsa. Die Tempo-30-Schilder in der Ortsdurchfahrt von Gilsa sind weg, Wut und Enttäuschung bei den Einwohnern wachsen. Und mit der neuen Lage wollen sich die Gilsaer nicht zufrieden geben.

Nach Angaben von Bürgermeister Kai Knöpper haben die Gilsaer 200 Unterschriften gesammelt, um ihrem Unmut Luft zu machen. Auch wollen sie einen Brief an den Petitionsausschuss des Landtags schreiben, damit die Tempo-30-Schilder wieder aufgestellt werden.

Rückblick: Die seit 2005 bestehende Geschwindigkeitsbeschränkung in Gilsa wurde auf Anordnung des Regierungpräsidiums Kassel (RP) kürzlich aufgehoben. Grund: Ein Autofahrer hatte sich darüber beklagt, dass er in Gilsa geblitzt wurde. Er wies darauf hin, dass es für das Tempolimit keinen Grund gebe, erklärte der Pressesprecher des RP, Michael Conrad. Trotz der Proteste durch Landrat Frank-Martin Neupärtl, Bürgermeister Knöpper und der Einwohner von Gilsa wurde das Tempolimit aufgehoben.

Damit will sich auch der Bürgermeister nicht zufrieden geben. „Mit einer aktuellen Verkehrszählung und Geschwindigkeitsmessungen wollen wir nachweisen, dass das Tempolimit sinnvoll ist.“ Und wenn die Zahlen vorliegen, soll ein Antrag beim RP und beim Ministerium auf Geschwindigkeitsbeschränkung gestellt werden. Hoffnung, dass alle Schilder wieder angeschraubt werden, hat Knöpper nicht. Das wird wohl nur zwischen dem Landcafé und der Reithalle möglich sein. Nachvollziehen könne er die Anordnung des RP nicht, denn im Nachbarort Reptich gebe es ein Tempolimit. Knöppers Fazit: „All das hat kein Hand und Fuß.“ (ras)

Quelle: HNA

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