Eon zieht Bilanz für erneuerbare Energien

20 Prozent des Stroms sind sauber

Schwalm-Eder. Die Energiewende ist im Landkreis deutlich zu sehen. An vielen Stellen glitzern Solaranlagen auf den Dächern. Eon Mitte und der Verband „Naturkraft Region Knüll“ zogen im Boglerhaus in Schwarzenborn jetzt Bilanz. 2012 wurden im Schwalm-Eder-Kreis 1200 Solaranlagen installiert. Im Jahr zuvor waren es 1500, 2009 noch 1100. Insgesamt stammen nun 20 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien.

Für das kommende Jahr werden ebenso viele neue Anlagen erwartet wie in den Jahren zuvor. Auch wenn die Einspeisevergütung gesunken sei, gingen doch gleichzeitig auch die Preise für die Anlagen zurück. So lohne sich die Investition wieder, erklärte Thomas Keil, Leiter des Eon-Regionalzentrums Mitte.

Bis 2020 sollen 35 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien kommen, erklärte Dr. Brigitte Buhse, Geschäftsführerin der Naturkraft Region, die gesetzlichen Vorgaben. Bis 2050 sollen 80 Prozent des gesamten Strombedarfs aus erneuerbaren Energien stammen. Die Eon will dies mit mehr Windkraftanlagen erreichen. Ziel sei es, zwei Prozent der Landfläche mit Windkraft auszustatten, etwa entlang der Autobahnen und der Bahngleise.

Stromnetz wird stärker

Für Schwarzenborns Bürgermeister Jürgen Kaufmann vom Vorstand der Naturkraft Region ist ein weiterer Ausbau möglich. Wenn man den demografischen Wandel mit einrechne, sinke der Stromverbrauch gleichzeitig.

Für die Eon heißt das: Das Stromnetz muss verstärkt werden, weil die Ansprüche steigen. Seit 2009 wurden 1,5 Millionen Euro im Landkreis für den Ausbau der Netze investiert, um größere Windräder und Photovoltaikanlagen an das Netz anzuschließen.

Zudem sieht Dr. Brigitte Buhse neben dem positiven Effekt für die Umwelt auch den wirtschaftlichen Faktor für den Landkreis. Die Solarenergie sei ein großer Motor für das Handwerk. Die Wertschöpfung habe in 2011 70 Millionen Euro betragen, ergänzte Jürgen Kaufmann. (zty)

Quelle: HNA

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