Prozess zur Messerattacke in Zierenberg

Tatwaffe soll auf DNA untersucht werden

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Zierenberg/Kassel. Im Prozess um die mutmaßliche Messerattacke eines 50-Jährigen auf den neuen Freund seiner Ex-Frau in Zierenberg ist der Angeklagte durch ein rechtsmedizinisches Gutachten belastet worden.

Das Verletzungsbild bei dem 23-Jährigen lasse sich nur schwer mit der Aussage des Angeklagten in Einklang bringen, sagte Rechtsmediziner Klaus-Steffen Saternus am Montag vor dem Kasseler Amtsgericht.

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Die Staatsanwaltschaft hat die blutige Auseinandersetzung vom Oktober 2013 als gefährliche Körperverletzung eingestuft. Beim Prozessauftakt hatte der Angeklagte beteuert, dass nicht er mit dem Messer angegriffen habe, sondern sein Widersacher – und dass der junge Mann die Stiche dann irgendwie im Gerangel erlitten haben müsse.

Anders als geplant gab es am Montag noch kein Urteil. Das Gericht bestellte vielmehr beim Landeskriminalamt eine Untersuchung der Tatwaffe auf DNA-Spuren - um zu ermitteln, ob das Opfer das Messer angefasst haben könnte. Routinemäßig, sagte LKA-Beamter Harald Schneider, werde das nicht gemacht: „Weil es mehr Fragen aufwirft als beantwortet.“ So sei etwa nicht erkennbar, von wann die Spuren sind. Der Angeklagte hatte erklärt, dass das Messer ursprünglich ihm gehört und er es erst kurz vor der Tat dem 23-Jährigen geschenkt habe.

Am 25. März wird der Prozess fortgesetzt. (jft)

Quelle: HNA

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