Dorfgemeinschaft soll Teil des Gebäudes übernehmen

Dorfgemeinschaftshaus in Wenigenhasungen auf dem Prüfstand

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Wie geht es weiter? Ortsvorsteher Christian Schüßler (links) mit Stellvertreter Achim Plettenberg und Gaststättenpächterin Karin Coppola vor dem Wenigenhasunger Dorfgemeinschaftshaus.

Wenigenhasungen. Steht das Dorfgemeinschaftshaus (DGH) vor dem Aus? Diese gewollt provokative Frage steht auf den Handzetteln, die der Ortsbeirat an alle Haushalte in Wenigenhasungen verteilt hat.

Ortsvorsteher Christian Schüßler und sein Stellvertreter Achim Plettenberg wollen damit die Bürger wachrütteln und animieren, an der Informations- und Diskussionsveranstaltung am Dienstag teilzunehmen und vor allen Dingen zu sagen, wie es mit dem DGH weitergehen soll.

Termin: Info-Veranstaltung zur Zukunft des DGH, Dienstag, 9. August, 20 Uhr, Dorfgemeinschaftshaus Wenigenhasungen

Die Sanierung, Umgestaltung und Erweiterung ist derzeit das öffentliche Schwerpunktprojekt im seit 2008 laufenden Dorferneuerungsprogramm des Landes. 1,2 Millionen Euro sind dafür eingeplant, wobei 330.000 Euro für Umbauten und der Rest für eine aus zwei Fördertöpfen finanzierte komplette energetische Sanierung des Gebäudes veranschlagt sind.

Das Wenigenhasunger DGH besteht aus drei Einheiten. Im oberen Bereich der ehemaligen Schule gibt es zwei Mietwohnungen. Im angebauten Mittelbereich sind der Saal sowie Sozialraum, Foyer, Toiletten sowie die kommunalpolitischen Verwaltungsräume untergebracht. Der untere Teil besteht aus dem Vereinsraum, Toiletten und der von Pächterin Karin Coppala betriebenen Gaststätte mit Kegelbahn, dem einzigen gastronomischen Betrieb im Ort.

Wunsch der Stadt Wolfhagen als Eigentümerin des Gemeinschaftshauses ist es nicht nur, den unteren Bereich - mit oder ohne Gaststätte - als Bürgertreff zu gestalten, für den es im Dorferneuerungsprogramm zusätzliche Fördermittel geben würde, sondern auch, dass dessen Nutzung und Vermarktung einschließlich des restlichen Dorfgemeinschaftshauses eigenverantwortlich von der Dorfgemeinschaft übernommen wird. Zum Beispiel vom derzeit rund 100 Mitglieder starken Förderverein für Dorferneuerung und Entwicklung. Oder einem anderen bestehenden örtlichen oder neu zu gründenden Verein. Der Förderverein zeigt momentan kein Interesse, diese Aufgabe zu übernehmen. Ortsvorsteher Christian Schüßler bringt es auf den Punkt: „Wenn wir keinen Verantwortlichen finden, steht das Dorfgemeinschaftshaus und damit die gesamte Dorferneuerung auf dem Prüfstand. Die Bürger müssen sich deshalb entscheiden, was sie wollen.“ (zih)

Quelle: HNA

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