Alina Überdiek (26) ist die neue Seniorenbeauftragte der Stadt Melsungen

Sie punktet mit Gesprächen

Eingerichtet: Alina Überdiek (26) ist die neue Seniorenbeauftragte der Stadt Melsungen. Im Bild trägt sie einen Umzugskarton in ihre Wohnung. Am Montag ist Arbeitsbeginn. Foto: Dewert

Melsungen. Alina Überdiek spielt einen gepflegten Ball. Mit ihrem harten Aufschlag hat sie oft gepunktet. In Melsungen wird sie zwar auch Tennis spielen: „Ich habe die Angebote schon ausgelotet, sehr gut“, sagt sie. Aber punkten will die neue Seniorenbeauftragte als qualifizierte Ansprechpartnerin.

Dienstbeginn für die Gerontologin ist am Montag. Wie ihre Vorgängerin Marén Feldhaus hat sie in Vechta studiert. Von ihr werde sie sicherlich viele Angebote fortführen. „Ich habe zwar noch keinen vollständigen Überblick. Aber Marén Feldhaus hat eine tolle Arbeit gemacht, dass sieht man gleich“, sagt die 26-jährige, die gerade ihre neue Wohnung bezieht. Eine Katze habe sie, aber die sei zu alt zum Umziehen und bleibe in ihrer Heimat Höxter.

„Ich möchte für die Menschen da sein, bei Problemen moderieren und gegebenenfalls Hilfsangebote finden.“

Bis dorthin sei es von Melsungen näher als von ihrem zurückliegenden Arbeitsplatz in Limburg. Dort arbeitete sie eineinhalb Jahre als Sozialdienstleiterin im betreuten Wohnen in einer Seniorenresidenz.

In ihrer neuen Stelle wird noch mehr Kreativität gefragt sein. Schließlich gilt es die Seniorenarbeit konzeptionell weiterzuentwickeln – von einem sehr hohen Niveau. Die Demenzarbeit ihrer Vorgängerin möchte sie dabei genauso aufgreifen wie Beratungsdienste in allen Lebenslagen. „Ich möchte für die Menschen da sein, bei Problemen moderieren und gegebenenfalls Hilfsangebote finden“, sagt sie. Ihre Vorgängerin hat ihr mit auf den Weg gegeben, die Ehrenamtsagentur weiterzuentwickeln. Die Börse für Nachbarschaftshilfe ist derzeit im Entstehen.

Im Entstehen ist auch ihre Wohnung. Karton für Karton zieht derzeit von der alten Heimat in ihre neue ein. Richtig heimisch ist Alina Überdiek natürlich noch nicht, aber sehr angetan von Melsungen. Sie habe sich gleich wohl gefühlt. Die Stadt habe für ihre Größe viel zu bieten. Und etwas kleiner und ruhiger liege ihr auch.

Ihren Arbeitsplatz wird sie – wie Marén Feldhaus – im Dienstleistungszentrum am Sand haben. Direkt neben Citymanager Mario Okrafka. Wie er wird sie in enger Abstimmung mit dem Bürgermeister die Seniorenarbeit entwickeln. Fürs Erste hat sie einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Das sei bei neu besetzten Stellen üblich, sagt Matthias Will, stellvertretender Leiter des Haupt- und Personalamts. 37 Bewerbungen lagen für die Stelle vor, neun Kandidaten waren eingeladen. Alina Überdiek hat sich durchgesetzt. Das wird sie auch in ihrer neuen Stelle tun, da ist sie sich sicher.

Quelle: HNA

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