Schluss für "Kunterbunt" in Altenhasungen

„Quelle-Manu“ schließt schweren Herzens kleinen Laden

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Aus nach dreizehn Jahren: „Quelle-Manu“ schließt Ende September ihr kleines Lädchen Kunterbunt.

Altenhasungen. Obwohl vor allem bei der älteren Kundschaft sehr beliebt, haben es kleine „Tante-Emma-Läden“ im ländlichen Raum besonders schwer. In Altenhasungen rang ein Dorfladen seit Monaten ums Überleben, nun verlor er diesen Kampf: der Schreib- und Spielwarenladen „Kunterbunt“.

Geboten wurde hier stets deutlich mehr als nur dieses Sortiment. Dennoch: Am 28. September ist der letzte Öffnungstag.

Manuela Tieck, die seit 13 Jahren die gute Seele des Lädchens war und von vielen auch nur „Quelle-Manu“ genannt wurde, bedauert diesen Schritt, sieht aber keine andere Möglichkeit mehr. Die Nebenkosten sind in dieser Zeit immer mehr gestiegen, die Einnahmen permanent gesunken. „Es tut mir leid - vor allem für die vielen älteren Einwohner, die gerne zu mir gekommen sind“, dankt Tieck allen, die ihr lange Zeit die Treue gehalten haben.

Die Worte kommen ihr schwer über die Lippen. Mehr als zehn Jahre stand sie nahezu ausnahmslos im Lädchen. Krankheit oder Urlaub konnte sie sich in den vergangenen Jahren nicht leisten. Dabei hatte am Anfang alles recht gut ausgesehen. Das Ende von Quelle und Neckermann aber wurde zum Problem.

„Inzwischen rentiert es sich nicht mehr und ich lege nur noch drauf“, zieht sie nun den bitteren Schlussstrich. Bis Monatsende soll der Laden dann abgewickelt sein. Ab Oktober geht sie zurück ins „normale Berufsleben“ als Einzelhandelskauffrau.

Aber Tieck will nicht klagen. Das Geschäft sei zu früheren Zeiten schließlich wirklich gut gelaufen, fasst die 43-jährige zusammen. Schlimm sei es nur, wenn sie nun auf der ganzen Kommissionsware sitzen bleiben würde. Um dies zu verhindern sind viele Artikel bis zu 30 Prozent reduziert. „Besonders bei Weihnachtsartikeln kann man jetzt richtige sparen“, erklärt Tieck.

Sie werde Ende des Monats mit einem lachenden und einem weinenden Auge die Ladentür für immer schließen. Schreib- und Spielwaren, Geschenke, Glas, Süßigkeiten und vieles mehr müssen sich die Altenhasunger dann von außerhalb oder vom Bürgerlädchen mitbringen. Wo die Altenhasunger in Zukunft allerdings ihre Post abgeben können, sei bislang noch unsicher.

Es sei aber im Gespräch, dass das Bürgerlädchen in Zukunft einen kleinen Post-Shop anbiete, sagt Tieck.

Quelle: HNA

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