In Gudensberg lasen Grundschüler eigene Texte vor  großem Publikum

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Spaß am Lesen: von links Nils Gerhardt, Sophie Lieber und Davis Eller von der Grundschule Obervorschütz.

Gudensberg. Alles drehte sich um den Raben, als Schülerinnen und Schüler aus drei Gudensberger Schulen am Sonntag im Bürgerhaus eigene Texte vor Publikum vortrugen.

Die Veranstaltung gibt es in Gudensberg seit nahezu 20 Jahren; jedes Jahr stellen sich Kinder der 3. und 4. Klassen der Aufgabe, auf die Bühne zu treten und öffentlich zu lesen. „Es gehört eine ganze Menge Mut dazu, sich ins Rampenlicht zu stellen“, sagte Monika Faupel vom Kulturbüro der Stadt.

Nach der Veranstaltung sollen die Texten nicht in Schulheften oder Schubladen vor sich hin schlummern. Vielmehr werden die Geschichten, Märchen, Gedichte und Fabeln der Kinder beim ersten „Rabenscharfen Altstadt-Fest“ am Samstag, 14. Juni, auf einem Lesepfad ausgestellt.

Im Vorfeld hatten sich die Klassen gemeinsam mit ihren Lehrern mit dem Raben beschäftigt. Der Rabe spielt in Gudensberg als Symbolfigur Kolki eine große Rolle. Und die Kinder sind auf vieles gestoßen, was ihnen die Ideen für ihre eigenen Texte lieferte.

Die Kinder der Klasse von Lehrer Joachim Müller an der Odenbergschule hatten sich zwei Fabeln ausgesucht. Mit Hilfe von Handpuppen lasen sie diese nicht nur, sondern spielten auch den Inhalt nach und erdachten zudem eigene Fabeln, in denen der Rabe vorkommt.

Die Schüler der Grundschule Obervorschütz hatten sich mit Schulleiterin Eva Frankenfeld zwei Märchen und eine Geschichte ausgedacht, bei denen es nicht nur um den Raben, sondern auch um Gudensberg sowie die Stadtteile Maden und Obervorschütz ging.

Den Abschluss machten die drei 4. Klassen der Grundschule Gudensberg. Auch sie hatten unter anderem Fabeln geschrieben und betonten die Moral, die hinter den Texten steckt.

Mit einigen Limericks - scherzhaften Gedichte in fünf Zeilen - beendeten sie die Kinder der Klasse 4d die beliebte Veranstaltung.

Von Christl Eberlein

Quelle: HNA

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