Rad- und Wanderwege sorgen für steigende Übernachtungszahlen im Tourismus

Schwalm-Eder. Attraktive Angebote für Radfahrer und Wanderer bescheren dem Tourismus im Schwalm-Eder-Kreis Zuwachsraten bei den Gästezahlen.

657.684 Übernachtungen wurden 2015 gezählt, 2014 waren es 637.337. Für das Jahr 2016 liegen Zahlen für Januar bis Oktober vor. Auch sie lassen auf einen weiteren Anstieg hoffen. Es gab bereits 587.094 Übernachtungen.

Die tatsächlichen Zahlen liegen aber deutlich höher, denn nur die Ergebnisse von Betrieben mit mehr als zehn Betten fließen in die Statistik ein, berichtet Rainer Geisel von der Wirtschaftsförderung des Schwalm-Eder-Kreises. Fast alle der 27 Städte und Gemeinden sind inzwischen in einer von fünf Touristischen Arbeitsgemeinschaften (TAG) organisiert, die auch über die Kreisgrenzen hinweg arbeiten. Lediglich Körle, Jesberg und Wabern gehören noch keiner TAG an.

Gemeinsam mit dem Landkreis bauen die Kommunen die touristischen Angebote weiter aus und vermarkten sie. So wurde beispielsweise eine mehrtägige Radtour an Fulda, Eder, Schwalm sowie auf dem Bahnradweg in der Schwalm konzipiert. Rastplätze, Infotafeln und Beschilderung sind auf dem neuesten Stand. 200 Kilometer können Radler dort zurücklegen.

Für Wanderer werden Qualitäts- und Premiumwege ausgewiesen. Sie sind gut erschlossen und beschildert. Man findet Erlebnisangebote und Einkehrmöglichkeiten.

Aktive Urlaubsformen spielten eine immer größere Rolle, erklärt Rainer Geisel. 131 Beherbergungsbetriebe mit 7618 Betten stehen im Landkreis zur Verfügung.

Der Schwalm-Eder-Kreis gibt nach Angaben von Landrat Winfried Becker 180.000 Euro für die Tourismusförderung im Landkreis aus. Mit weiteren 46.000 Euro bringe man sich bei der Grimm-Heimat ein, die die Angebote in Nordhessen koordiniert und vermarktet.

Neue Formen der Zusammenarbeit

Fünf Touristische Arbeitsgemeinschaften gibt es im Schwalm-Eder-Kreis: das Rotkäppchenland, die Erlebnisregion Edersee, die Touristischen Arbeitsgemeinschaften Habichtswald und Melsunger Land sowie die Erlebnisregion mittleres Fuldatal.

Mit diesen neuen Organisationsformen ist der Touristik-Service Kurhessisches Bergland, der 1978 gegründet worden war, überflüssig geworden. Er wurde im November mit einstimmigem Beschluss der Mitglieder aufgelöst.

Neu gegründet werden soll ein Touristikbeirat, kündigte Landrat Winfried Becker an. Landkreis, Kommunen und Anbieter sollen vertreten sein. Becker: „Wir wollen die Praktiker einbeziehen.“

Quelle: HNA

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