Geschäftsführer des ADFC Hessen erklärte die Vorzüge des Elektro-Fahrrads

Radfahren leicht gemacht

Werben fürs Radfahren: von links Sonja Pauli und Gerald Näser, Dierk Glitzenhirn (vorne) und,von rechts, Norbert Sanden, Volkmar Gerstein und Ulrich Wüstenhagen. Foto: Knauff

Treysa. Das Auto mal in der Garage lassen und mit dem Rad zu Schule, Arbeit oder in den Supermarkt fahren. Dies sollen die sogenannten E-Bikes, Fahrräder bei denen das Treten durch einen Elektromotor unterstützt wird, in Zukunft ermöglichen.

Um das Thema auch den Menschen in der Schwalm näher zu bringen veranstaltete das Evangelische Forum Schwalm-Eder in Zusammenarbeit mit dem ADFC und der Leaderregion Schwalm-Aue einen Vortragsabend in der Hephata Akademie. Der Geschäftsführer des ADFC Hessen Norbert Sanden informierte über die Möglichkeiten, die E-Bikes älteren und jüngeren Menschen im ländlichen Raum eröffnen.

„Normale Fahrräder erreichen im Schnitt gerade einmal eine Geschwindigkeit von 15 Kilometern pro Stunde, bei E-Bikes sind es 25.“

Volkmar Gerstein

Unterstützt wurde er vom Vorsitzenden des ADFC Hessen Volkmar Gerstein. Im Vorfeld der Veranstaltung konnten Interessierte hautnah erleben, wie sich das Radfahren mit kleiner Unterstützung so anfühlt. Es wurden so einige Runden auf dem Hephata-Gelände gedreht und der Großteil der Anwesenden zeigte sich begeistert.

„Mit Hilfe der E-Bikes können größere Strecken zurückgelegt und Höhen einfacher überwunden werden“, so Norbert Sanden. Dies spiele ja gerade in Nord- und Mittelhessen und somit auch in der Schwalm eine große Rolle. Doch damit diese Vorteile genutzt werden können, gibt es einige Voraussetzungen. Die bisherigen Fahrradwege seien häufig viel zu schmal. Man müsse eine ganz neue Infrastruktur für Elektroräder entstehen lassen, so Volkmar Gerstein. „Normale Fahrräder erreichen im Schnitt gerade einmal eine Geschwindigkeit von 15 Kilometern pro Stunde, bei E-Bikes sind es 25. Dies bringt natürlich Konsequenzen mit sich, an die sich vor allem die Kommunen anpassen müssen“, so der Vorsitzende des ADFC Hessen. Sonja Pauli von der Leaderregion Schwalm-Aue sieht konkret viele Einsatzmöglichkeiten in der Schwalm: „Die Elektroräder sind für jung und alt geeignet. Man kann damit leicht zur Arbeit oder auch zur Schule fahren. Sie sind eine gute Alternative zum Zweitwagen.“ Dies werde heute wo die Spritpreise stetig steigen immer relevanter.

„Es geht uns darum die Menschen für das Thema zu begeistern “, erklärte Norbert Sanden. Der ADFC Hessen biete Beratungen für Firmen, Kommunen oder Verwaltungen an, die das Fahrradklima bei sich verbessern möchten. Ein Vorreiter für dieses „Bike and Business“-Projekt sei SMA in Niestetal bei Kassel. Der Solarhersteller wurde in diesem Jahr auch mit dem Bike and Business Preis des ADFC ausgezeichnet.

Es seien jedoch weitere geplant, erklärte Pauli. „Hier im Landkreis spielt vor allem der Radtourismus eine große Rolle. Viele Hotels bieten schon die Möglichkeit an Elektroräder auszuleihen um so zum Beispiel den Bahnradweg zu fahren,“ so die Geschäftsführerin des Verbands.

Von Kristian Knauff

Quelle: HNA

Kommentare