Drei Kilometer Strecke fehlen

Radweg: Anwohner fordern Ausbau zwischen Jesberg und Bad Zwesten

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Setzen sich für den Radweg ein: Anwohner aus Jesberg und Bad Zwesten fordern der Lückenschluss des Wegs. Vorn von links, Niclas Aue (16) und Jona Hildebrandt (11, dahinter Mitstreiter.

Bad Zwesten/Jesberg. Es ist ein lange Geschichte, und noch immer ist kein Ende in Sicht: Der Radweg zwischen Jesberg und Bad Zwesten endet auf der Mitte der Strecke im Nichts. Immer noch fehlen drei Kilometer. Seit 18 Jahren kämpfen die Gemeinden um den Ausbau.

Nun haben sich die Bürgermeister der beiden Gemeinden erneut auf den Weg gemacht und fordern den Lückenschluss vom Land Hessen.

Der Ausbau des Radwegs ist den Bürgermeistern Günter Schlemmer (Jesberg) und Michael Köhler (Bad Zwesten) enorm wichtig und nicht nur ihnen. „Alle Menschen wollen den Radweg“, sagte Schlemmer.

Um das zu bekräftigen, hatten sich Bewohner mit einer Aktion samt ihren Rädern an den Weg gestellt. Heidemarie Lohrengel aus Jesberg ist regelmäßig mit dem Rad unterwegs. „Es ist unzumutbar über die B3 zu fahren“, sagte sie. Alwin Freudenstein meinte, ein Radweg sei einfach viel sicherer.

90 Prozent der Jesberger Schüler besuchten die Christopherusschule in Oberurff. Für sie sei der Ausbau wichtig, weil sie im Sommer mit dem Rad zur Schule fahren könnten, meinte Schlemmer. Es sei ihnen nicht zuzumuten mit dem Rad auf der B3 zu fahren. „Der Verkehr hat in den vergangenen Jahren so stark zugenommen, das ist lebensgefährlich.“

Für den Tourismus wäre der Ausbau ebenfalls ein Vorteil. Die Gemeinden würden somit an die überregionalen Radwege angeschlossen. Bad Zwesten hat einen Antrag auf einen Radweg gestellt, der bis zur Stockelache bei Borken reicht. Über diese Verbindung könnten die Radler auch bis nach Jesberg gelangen.

Zusätzlich soll der Weg landwirtschaftlich genutzt werden. Traktoren könnten ihn benutzten und auf die Felder fahren, dann wären auch sie von der B3 weg. Durch den starken Verkehr auf der Bundesstraße habe die Gemeinde erhebliche Nachteile, sagte Schlemmer. „Ich sehe ganz klar, dass wir einen Rechtsanspruch haben und fordere den Radweg ein.“ Von großem Frust sprach auch Köhler.

Seine Hoffnung richtet er auf das Wahlversprechen des Hessischen Wirtschaftsministern Tarek al Wazir, Radwege auszubauen. Verantwortlich für den Bau bleibt weiter das Land, also Hessen Mobil.

Von Christine Thiery

Quelle: HNA

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