Radweg-Ausbau bei Schwalmstadt verzögert sich

st schon größtenteils fertiggestellt: Die Radwegebrücke für den Lückenschluss zwischen Treysa und Wiera

Der Lückenschluss des Bahnradwegs Rotkäppchenland (Oberaula bis Treysa) zum Radweg D4 (Neustadt) zwischen Treysa und Wiera wird sich deutlich verzögern.

Obwohl ursprünglich geplant war, den Ausbau bis Herbst dieses Jahres abgeschlossen zu haben, soll nun erst im Frühjahr mit dem weiteren Ausbau des Radwegs begonnen werden, teilte Hessenmobil-Sprecher Horst Sinemus auf Anfrage mit.

Der Grund dafür sei, dass man so den Ausbau des Radwegs mit der Sanierung eines Teilabschnitts der Bundesstraße 454 verbinden könne. „Das Problem ist, dass die Arbeiten am Radweg wohl umfangreicher werden als bislang angenommen. Das hätte eine Teil- oder Vollsperrung der B454 zu Folge. Diese können wir umgehen, indem wir beide Projekte miteinander kombinieren“, erläuterte Sinemus. Mit dem Ausbau des Radwegs und der Sanierung der B454 soll nun im Frühjahr nächsten Jahres begonnen werden. Vorgesehen ist, dass die Arbeiten im kommenden Jahr auch fertiggestellt werden. Auf einen konkreten Zeitpunkt wollte sich der Hessenmobil-Sprecher aber nicht festlegen.

Als „absolut unerfreulich“ bewertet Ulrich Wüstenhagen vom ADFC-Schwalmstadt die Situation. „Es ist stressig und gefährlich für Familien, in dem Bereich mit dem Rad auf der Bundesstraße zu fahren. Zwar gibt es dort eine Tempo-70-Zone, aber nicht jeder Autofahrer hält sich auch daran“, warnt Wüstenhagen. Zwar könne er aus wirtschaftlicher Sicht nachvollziehen, warum Hessenmobil beide Projekte kombinieren will. „Trotzdem darf das Sicherheitsbedürfnis der Radfahrer nicht missachtet werden.“

Auch in Hinblick auf Touristen sei dies problematisch. „In Broschüren wird den Menschen suggeriert, die Radwegverbindung sei durchgängig. Viele staunen nicht schlecht, wenn sie dann hier sind und die Realität sehen“, so Wüstenhagen.

Quelle: HNA

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