Neue Piste zwischen Guntershausen und Grifte soll Fulda- und Ederroute verbinden

Radweg bald ohne Lücke

Am Scheideweg: Hier kann man künftig wählen – geradeaus geht es über die Wirtschaftsbrücke bei Guntershausen auf dem Fuldaradweg nach Guxhagen, nach rechts dann auf dem Ederradweg in Richtung Grifte. Archivfoto: Cosse/nh

Grifte/Baunatal. Eine Lücke zwischen dem Fulda- und dem Ederradweg, die manchen Radfahrer ärgert, wird geschlossen. Zwischen Baunatal-Guntershausen und Edermünde-Grifte soll eine neue Piste parallel zum Bahndamm entstehen. Bauherr ist der Zweckverband von Baunatal und Edermünde.

Sobald keine Frostgefahr mehr besteht, soll es mit dem Bau des 2,2 Kilometer langen Verbindungsstücks zwischen R1 und R10 losgehen. Bisher müssen Pedalritter, die von einem auf den anderen Radweg wechseln wollen, einen Umweg über Guxhagen in Kauf nehmen.

Diese Verbindung ist nicht nur wegen ihrer Länge unattraktiv, sondern auch weil die Piste zwischen der Grifter Mühle und Guxhagen parallel zu einer viel befahrenen Straße verläuft, außerdem von Guntershausen aus ein Anstieg in Richtung Guxhagen zu bewältigen ist. „Das hat niemand als Verbindung angesehen“, sagt Baunatals Bürgermeister Manfred Schaub. Künftig geht es flach an Fulda und Eder entlang.

Eigentlich sollte zunächst ein stillgelegter Strang der Bahntrasse zwischen Guntershausen und Grifte genutzt werden, erläutert Schaub. Dann jedoch stellte sich heraus, dass im fraglichen Bereich der westliche Uferstreifen von Fulda und Eder dem Bund gehört. Zuständig ist das Wasser- und Schifffahrtsamt, mit dem der Zweckverband inzwischen einen Nutzungsvertrag für das Gelände abgeschlossen hat. Was der Bürgermeister nicht sagt: Mit dieser Lösung geht man auch Diskussionen mit der Deutschen Bahn über Pflege und Unterhaltung der Radlerstrecke aus dem Weg.

685 000 Euro wird die neue Verbindung kosten, 546 000 Euro davon zahlt das Land Hessen. Dieser hohe Anteil zeige, wie wichtig der Lückenschluss („touristisches Highlight“) der Wiesbadener Regierung sei.

Die Idee stammt aus Edermünde: „Wir haben den Anstoß dazu gegeben“, sagt Bürgermeister Karl-Heinz Färber. Denn Radtourismus insbesondere für Familien werde für seine Gemeinde wirtschaftlich immer bedeutsamer. Färber schwärmt zudem von „der wunderschönen Ederaue“ mit ihren Teichen und davon, wie angenehm es sei, an einem Fluss entlangzuradeln.

Im Sommer fertig

Noch während des Sommers 2012 soll der Radweg fertig werden. Der Auftrag ist vor wenigen Tagen vergeben worden.

Der Zweckverband Baunatal-Edermünde hat Schaub zufolge auch darauf hingewirkt, dass die neue Verbindung in Infobroschüren für Touristen aufgenommen wird. Ferner gebe es eine Zusage der Fahrradclubs, für den Weg zu werben. www.radroutenplaner. hessen.de

Von Ingrid Jünemann

Quelle: HNA

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