Radweg zwischen Körle und Empfershausen kommt

Symbolbild dpa

Körle. Lange haben ihn sich die Empfershäuser gewünscht - jetzt wird der Wunsch nach einem Radweg nach Körle endlich Wirklichkeit.

Durch das Kommunale Investitionsprogramm des Landes (KIP) kann Körle rund 133 000 Euro investieren. Mit dem größten Teil, nämlich 100 000 Euro, soll der neue Radweg gebaut werden. 20 000 Euro muss Körle selbst tragen.

Geplant ist laut dem Empfershäuser Ortsvorsteher Ralf Buschbeck, den Feldweg oberhalb der Mülmisch für Radfahrer auszubauen. Kurz vor der ICE-Trasse soll eine kleine Brücke für Fußgänger und Radfahrer über die Mülmisch errichtet werden. „Von dort wird der Feldweg um etwa 300 Meter verlängert und unterhalb der ICE-Strecke auf die Landesstraße geführt“, erklärte Buschbeck bei der Übergabe der Förderzusagen durch Europastaatssekretär Mark Weinmeister im Körler Rathaus. Wenn später die Landesstraße saniert wird, solle dort ein separater Weg für Radfahrer eingerichtet werden. „Von dem Radweg profitiert nicht nur Empfershausen, sondern auch Körle“, sagte Mark Weinmeister.

„Für Tourismus wertvoll“

Ralf Buschbeck misst dem Radweg noch größere Bedeutung zu: Er habe überregionalen Charakter. Denn mit dem Ausbau würden zwei Rundradwege erschlossen, der Fulda-Radweg R1 und der Lossetalradweg, der von Kassel nach Hessisch Lichtenau führt. „Für den Radtourismus ist das enorm wertvoll“, betonte der Erste Beigeordnete Helmut Teis (SPD), der für Bürgermeister Mario Gerhold den Förderbescheid im Rathaus entgegen nahm.

100 Höhenmeter

Buschbeck ist der Ausbau des Radwegs seit Jahren eine Herzensangelegenheit. „Wir brauchen einen Radweg, der auch von Familien gut befahren werden kann.“

Die Körler Straße sei derzeit außer der Landesstraße die einzige Möglichkeit für Radfahrer aus Empfershausen nach Körle zu kommen, das Problem: „Auf kurzer Strecke müssen hier etwa 100 Höhenmeter bewältigt werden“, sagt Buschbeck.

Die neue Radverbindundung soll nun so schnell wie möglich gebaut werden. Buschbeck hofft auf eine Eröffnung im kommenden Frühjahr.

Hintergrund

Die Gemeinde Körle investiert mithilfe des Landes rund 133 000 Euro. Durch die Fördermittel wird nicht nur der Radweg zwischen Körle und Empfershausen gebaut, sondern auch die Kindergärten Pfiffikus und Pusteblümchen profitieren. Der Kindergarten Pusteblümchen soll eine neue Ausstattung erhalten, 5000 Euro gibt es dafür vom kommunalen Investitionsprogramm. In die Weiterentwicklung des Kindergartens Pfiffikus fließen rund 28 000 Euro aus dem Investitionsprogramm. Körle schultert davon rund 5600 Euro und steuert nochmal knapp 22 000 Euro an Eigenmitteln bei.

Das Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) vereint Zahlungen des Landes, des Bundes und einen Eigenanteil der Gemeinden. Die Kommunen entscheiden selbst, was durch das Programm finanziert werden soll.

Von Carolin Hartung

Quelle: HNA

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