Es bleibt mysteriös: Vermisster aus Welferode taucht nach vier Tagen wieder auf

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Erleichtert: Julia Elfenthal, die Schwester des vermissten Timo, hatte tagelang bei Facebook die Suche nach ihrem Bruder koordiniert.

Welferode. Es ist das glückliche Ende einer verzweifelten Suche: Der 23-Jährige Timo Elfenthal aus Welferode, der nach einem Besuch des Sonne-Mond-und-Sterne-Festivals in Saalburg (Thüringen) vermisst wurde, ist wieder zu Hause.

Seit Montag hatten die Polizei, seine Schwester Julia, seine Eltern, Freunde und Angehörige nach ihm gesucht. Am Donnerstag tauchte Timo Elfenthal an der Wohnung seiner Schwester in Wiesbaden wieder auf. Wie Julia Elfenthal im HNA-Gespräch berichtet, gehe es ihm gesundheitlich aber verhältnismäßig gut. Allerdings müsse sich ihr Bruder noch von den Strapazen der vergangenen Tage erholen.

Rätselhafte Odyssee

Was während seines mysteriösen Verschwindens geschah, ist schwer zu rekonstruieren. Nach Angaben von Julia Elfenthal hat ihr Bruder seit dem Verlassen des Festivals neben sich gestanden und kann sich kaum an Details erinnern. Sie vermutet, dass jemand ihrem Bruder unbemerkt Drogen oder K.O.-Tropfen untergeschoben habe. Ein Bluttest stehe noch aus, erklärte Elfenthal.

Timo sei unheimlich zuverlässig, sagt sie bestimmt. „Er hatte versprochen, mich am Montag anzurufen und als er das nicht tat, wusste ich, dass etwas passiert sein musste.“

Timo Elfenthal

Am vergangenen Wochenende hatte der 23-Jährige gemeinsam mit vier Freunden das Festival für elektronische Musik in Saalburg besucht. Im Gedränge der Besucher hätten sich die Freunde am Sonntagnachmittag verloren, sagt Julia Elfenthal. Was dann geschah, bleibt auch nach Recherchen der Polizei Rudolstadt unklar. Sicher sei, dass Timo Elfenthal im Zelt der Sanitäter behandelt wurde und dieses am Montag gegen 4.30 Uhr verließ, sagt seine Schwester. Gegen 7 Uhr habe ihn eine Busfahrerin in Richtung Hof (Bayern) mitgenommen. Danach verlor sich seine Spur. Eine Suche der Polizei mit Wärmebildkameras und Booten in einem Stausee nahe des Festivalgeländes blieb erfolglos.

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Timo Elfenthal habe weder Geld noch ein Handy bei sich gehabt. Unklar ist auch, wo er während seiner Odyssee von Thüringen über Bayern nach Hessen schlief. „Er ist von Hof nach Wiesbaden getrampt“, sagt Julia Elfenthal. Am Donnerstag rief Elfenthal seine Familie dann aus der Wohngemeinschaft seiner Schwester an. Da war die Freude groß. „Ich dachte schon, ich würde ihn nie wieder sehen.“

Quelle: HNA

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