HD-Bilder aus dem Körper

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Neuer Oberarzt und neue Untersuchungstechnik: Dr. Ralf Gehrke vor einem modernen Ultraschall-Untersuchungsgerät.

Fritzlar. Das Fritzlarer Krankenhaus hat einen neuen leitenden Oberarzt in der Inneren Abteilung: Dr. Ralf Gehrke ist Spezialist für Gastroenterologie, also für Erkrankungen im Magen-Darm-Bereich.

Für das Hospital zum Heiligen Geist bedeutet der Neuzugang auch Veränderungen des medizinischen Leistungsspektrum. Dafür wurden nach Angaben des Krankenhauses insgesamt 270.000 Euro in moderne Untersuchungstechnologie investiert.

Gehrke tritt die Nachfolge von Dr. Peter Natt an und war zuletzt leitender Oberarzt der Gastroenterologischen Abteilung des St.-Petri-Hospitals in Warburg. Seine Fachausbildung absolvierte er von 1997 bis 2006 am Klinikum Kassel.

Die hochauflösende Bildtechnik HD ist vom Fernsehen bekannt. Diese Technik wird auch in der Medizin angewendet. So sei bei der Darmspiegelung zur Vorsorge die Untersuchungsqualität deutlich besser. Auch bei der Behandlung von Krebs komme ihr eine besondere Bedeutung zu. Tumore im Magen- und Darmtrakt zählten zu den häufigsten Erkrankungen. Je genauer die Diagnostik, desto präziser sei auch die Behandlung möglich.

Mit einer Kombination aus Endoskopie und Ultraschall in nur einem Gerät sei es möglich, nicht nur in das Magen-Darm-System zu schauen, sondern auch durch und hinter die Wände zu blicken.

So könne man einschätzen, wie weit ein Krebsgeschwür in die Tiefe gewachsen ist. Das erleichtere eine zielgerichtete Therapie. Neu in Fritzlar ist auch eine spezielle Ultraschalluntersuchung, bei der die Durchblutung von Organen und Veränderungen sichtbar gemacht werden. Gutartige Veränderungen ließen sich so leichter von bösartigen unterscheiden.

Bei allem technischen Fortschritt werde der Patient auch weiterhin als Mensch mit seinen Nöten und Bedürfnissen im Vordergrund stehen, sagten Hospitals-Geschäftsführer Heinrich Gerdes und Dr. Wolfgang Dausch.

Die nächste große Investition im Krankenhaus werde die Modernisierung der Radiologie sein, kündigte Geschäftsführer Gerdes an.

Von Peter Zerhau

Quelle: HNA

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