Gensunger Kindergarten hat nun ein extra Gebäude für die Unter-Dreijährigen

Rappelkiste mit Kistchen

Gensungen. Die Kindertagesstätte Rappelkiste in Gensungen hat nun auch ein Rappelkistchen. Das ist die Krippen-Gruppe, in der Kinder unter drei Jahren betreut werden. Den zusätzlichen Platz hat ein Anbau möglich gemacht. Am Samstag, 23. Oktober, gibt es im Kindergarten von 10 bis 16 Uhr einen Tag der offenen Tür. Dabei wird auch das neue Konzept vorgestellt.

Die Krippe: Wurden bisher nur Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren aus Gensungen, Beuern, Helmshausen, Hesserode und Hilgershausen betreut, so ist nun auch die Pampersliga mit an Bord. Die derzeit zwölf Kinder, nächste Woche kommen fünf hinzu, sind mindestens ein Jahr alt. 17 Plätze gibt es insgesamt, sagt Karin Döring, Koordinatorin für die Krippe. Ende November wird auf jeden Fall die Nachmittagsgruppe (12.30 bis 17 Uhr) voll sein.

„Die Kinder kommen nach und nach“, erklärt Döring. Sie sollen sich in Ruhe eingewöhnen können.

Ein großer Flur zwischen dem Raum für die Ein- und Zweijährigen und dem für die Zwei- und Dreijährigen ermöglicht es schon den Jüngsten, sich gegenseitig zu besuchen. Auch den Turnraum können sie jederzeit benutzen.

Anbau für die Jüngsten

Das eigene Gebäude für die Kinder unter drei Jahren besteht aus den beiden Räumen für jeweils zehn Kinder, Schlafräumen neben den Gruppenräumen und einer Küche zum Essenmachen und um Fläschchen zu erwärmen. Wickeltische gehören zum selbstverständlichen Inventar. Die etwas größeren Windelträger können über eine Treppe selbst zum Wickeltisch hochklettern.

Das Konzept: Waren die Drei-- bis Sechsjährigen früher auf ihre Gruppenräume fixiert, so können die Kinder nun frei wählen, in welchem Raum sie sich aufhalten möchten. Döring: „Jeder Raum hat eine bestimmte Funktion: einer für Bewegung, einer für Kreativität mit einem Nass- und Trocken-Malbereich, einer zum Bauen, einer für Regel- und Rollenspiele. Dort gibt es alles von Mensch-Ärgere-Dich bis zu Puppen und der Möglichkeit, sich zu verkleiden.

Einwählen per Button

Um sich einzuwählen, nehmen die Kinder einen Button mit ihrem Foto von der zentralen Tafel und heften ihn an die des jeweiligen Wunsch-Zimmers. Als weiteren Raum gibt es eine Caféteria fürs Essen.

Bereits am Freitag müssen sich die Kinder entscheiden, die sich in der Woche darauf, der Außengruppe anschließen möchten. Bis 11.30 Uhr sind die Drei- bis Sechsjährigen dann beispielsweise im Sunderbach, auf dem Spielplatz, auf einem Bauernhof oder zum Einkaufen unterwegs. Danach finden sich alle wieder im Gensunger Kindergarten ein und berichten über das Erlebte und spielen noch, erläutert Karin Döring das Konzept.

Das wurde bereits in der Zeit, in der die Kinder wegen des Umbaus im Bürgersaal untergebracht waren getestet. Es sei nicht neu, so Döring, stamme aus Italien, und erfülle die Forderung des Hessischen Bildungsplans, Kinder individuell zu fördern. Kommentar Kontakt: Roswitha Reinbold (Rappelkiste), Tel. 0 56 62/ 2368, Karin Döring (Krippe), Tel. 0 56 62/ 93 90 230

Von Brigitte Müller-Neumann

Quelle: HNA

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