Kinderhaus am Harthberg für eine Million Euro saniert – 55 Kinder in vier Gruppen

Rappelkiste in neuem Chic

Einweihung Ende der Woche: In fröhlichem gelb erstrahlt das frisch sanierte Kinderhaus Rappelkiste. Darüber freuen sich Elisa (oben rechts), Erzieherin Tatjana Köhler mit Paul, Tanay, Aaron und Lukas sowie Sarah, Raphaela und Ida (von links). Fotos: Rose

Treysa. Vor eineinhalb Jahren zog das Kinderhaus Rappelkiste in das ehemalige Feldwebelwohnheim am Harthberg ein. Jetzt ist die Sanierung abgeschlossen, Ende der Woche soll das Kinderhaus eingeweiht werden. Gleichzeitig feiert die Elterninitiative 20-jähriges Bestehen.

„Hinter uns liegen große Veränderungen“, sagt Leiterin Marion Mietzner. Zwei Jahrzehnte sei die Einrichtung zweigruppig gewesen. „Jetzt gibt es eine weitere Gruppe sowie eine separate Krippengruppe“, erläutert sie. Auch die Strukturen haben sich damit verändert. Vormals wurden in den Gruppen Kinder von einem bis zu sechs Jahren betreut. 15 Mitarbeiter kümmern sich um 55 Kinder. Neu geregelt ist auch das Mittagessen: „Wenn man sonst nichts von uns wusste – aber dass Eltern hier kochen müssen, das wusste jeder“, erzählt Mietzner. Seit kurzem wird in der Einrichtung frisch gekocht, von der Ökotrophologin Angela Siemon. Nach wie vor ist das Essen fleischlos.

Finanziert wird die Fachkraft vom Verein und über einen täglichen Essensbeitrag von 1,70 Euro. „Damit liegen wir weit unter dem anderer Einrichtungen“, sagt die Leiterin. Betreut werden können die Kinder dienstags bis 17.30 Uhr, ansonsten täglich bis 17 Uhr. „Aber auch da richten wir uns nach dem Bedarf der Eltern.

Keine doppelte Spielebene

Die Gruppenräume verteilen sich über zwei Etagen. „Bei uns dürfen auch die Flure genutzt werden“, erklärt Mietzner. Man wolle den Kindern das großzügige Platzangebot zu jeder Zeit zur Verfügung stellen. Weiterhin gibt es einen Turn- sowie einen Rückzugsraum. Verzichtet wurde in der Rappelkiste bewusst auf doppelte Spielebenen. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Jüngsten eher noch die Bodennähe suchen.“ Deshalb gebe es, um das Spiel immer wieder neu zu entdecken, unterschiedlich gestaltete Podeste, die sich zusammenschieben lassen, erläutert die Leiterin. In der Krippengruppe werden derzeit zehn Kinder betreut, in den anderen jeweils 15. Die Vorteile des Standortes liegen für Marion Mietzner klar auf der Hand: „Wir liegen zentral, aber verkehrsberuhigt. Die Nähe zum Wald ist super.“ Pläne gibt es für die Gestaltung rund ums Haus. Vorgesehen sind eine Hangrutsche und ein neuer Sandkasten sowie ein Klettergerüst für unter Dreijährige. Demnächst wird es auch eine Zufahrt direkt von der Straße Am Harthberg auf das Gelände geben.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

Kommentare