Daimler-Benz-Freunde Schwarzenborn organisieren 14. Auflage des Oldtimer-Treffens

Rarität ist der Hauptgewinn

Hauptgewinn: Fred Ziegler mit dem Mercedes W124, der unter den Besuchern des Oldtimertreffens verlost wird. Foto: Rose

Schwarzenborn. Ein Mal im Jahr treffen sich in Schwarzenborn die Freunde historischer Karossen: Am zweiten Wochenende im August reisen Oldtimer-Fans aus ganz Deutschland in den Knüll. Fred Ziegler, Vorsitzender der Daimler-Benz-Freunde, und die 43 Mitglieder bereiten seit Monaten die 14. Auflage des Treffens vor. Einer der Höhepunkte ist stets die Verlosung eines Old- beziehungsweise Youngtimers. Jährlich fährt ein Gast mit einem blechernen Schätzchen nach Hause. In diesem Jahr wartet ein Youngtimer auf einen neuen Besitzer: ein Mercedes W124 230 E Sportline, Baujahr 1988.

Die Idee, ein Auto zu verlosen, war eigentlich als Scherz gedacht: Der Vater von Mitglied Nicole Itzenhäuser hatte auf der Kirmes in Hausen einen Trabbi gewonnen. Und den wollte er wieder loswerden. Kurzerhand verlosten ihn die Daimler-Benz-Freunde beim Oldtimertreffen. „Seitdem ist die Verlosung ein echter Anziehungsmagnet und nicht mehr wegzudenken“, sagt Ziegler. Jährlich kauft der Verein hierfür einen Wagen an.

Suchen im Internet

Entweder über Mund-zu-Mund-Propaganda oder über Gebrauchtwagen-Börsen im Internet. 2500 Euro hat sich der Verein als Limit gesetzt. „Der Wagen ist jedoch mehr wert“, erklärt Ziegler. Der Mercedes W124 hat 136 PS, eine 2,3-Liter-Maschine und 159 000 Kilometer gelaufen. „Der Wagen hat die typische Taxiform und ist kaum kaputt zu kriegen“, sagt der Experte. Und für die eine oder andere Rarität, griff schon mancher tief in die Tasche: „Manche Leute kaufen 100 Lose um ihre Chance zu erhöhen“, erzählt der Schwarzenborner. Das Los ist für einen Euro zu haben. Das Glück auf seiner Seite hatte ein Mal ein ganz junger Besucher, der sich von seinem Taschengeld genau ein Los kaufte. „Und zwar, weil er ein bestimmtes Spielzeugauto, das bei den Sachpreisen stand, gewinnen wollte“, erzählt Nicole Itzenhäuser. Als der junge Mann schließlich ein Mercedes Coupé abräumte, staunte der Papa nicht schlecht. Doch der Verein bemüht sich nicht nur um ein attraktives Programm für die Besucher, auch die Teilnehmer am Treffen wollen gut gepflegt werden. „Wir haben auf anderen Treffen fleißig Adressen erfragt und laden jährlich 800 Leute ein. Die kriegen von uns alle einen Weihnachtsbrief“, erklärt Fred Ziegler.

Dass sich die Mühe lohnt, beweisen die Gäste. Die kommen bis aus Stuttgart oder Hamburg in den Knüll. Zwischen 300 und 500 Raritäten erwartet Fred Ziegler auch in diesem Jahr. Dabei ist die Organisation des Treffens für den Verein ein echter Kraftakt. „Die Mitglieder allein reichen nicht aus“, sagt der Vorsitzende. Mittlerweile helfen Freunde, Verwandte – „jeder bringt noch einen mit“ – sowie die Mitglieder der Jugendfeuerwehr. HINTERGRUND

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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