Eltern in Sorge: Raser Gefahr für Grundschüler

Haltestelle in Ascherode: Häufig begleiten Mütter wie hier Christina Schier (rechts) und Ute Knoche ihre Kinder, wenn sie morgens auf den Bus warten. Sie beobachten die schnellen und rücksichtslosen Autofahrer, die morgens den Bus trotz der neuen Verkehrsinsel überholen. Foto: Lache-Elsen

Schwalmstadt. Eltern von Grundschülern in Ascherode begleiten ihre Kinder morgens zum Bus. Grund sind das hohe Verkehrsaufkommen, rücksichtslose Autofahrer und der schmale Gehweg, an dem die Kinder morgens warten.

„Man hat einfach keine Ruhe, wenn man weiß, sie stehen hier“, sagt Christina Schier, Mutter von Lara Sophie, die morgens an der Haltestelle „Am Brunnenplatz“ gegenüber dem Bushäuschen auf den Bus wartet, der sie in die Schule nach Ziegenhain bringt.

„Wer hier wohnt, kriegt die Krise“, sagt Silvia Heyde-Koch, Anwohnerin und ebenfalls Mutter eines Grundschulkindes. „Viele halten sich nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit“, sagt sie. Nur die wenigsten Autofahrer würden morgens an der Bushaltestelle sichtbar abbremsen, „vielleicht fünf“. Nach Möglichkeit begleitet sie ihre siebenjährige Tochter Alena, „aber wenn man arbeiten muss, hat man keine Möglichkeit“, verweist sie auf ihren Schichtdienst.

Im Zuge des Um- und Ausbaus der Straße wurde auch das Bushäuschen erneuert. In Höhe der Bushaltestelle entstand in der Straße eine Verkehrsinsel, der Straßenverlauf macht an dieser Stelle einen Schlenker, das Bushäuschen wurde von der Straße ein Stück zurückversetzt.

Silvia Heyde-Koch und eine Gruppe von Eltern sorgen sich um die Schulkinder. Denn die würden morgens an der Bushaltestelle oft spielen, während sie auf den Bus warten. Die rasante Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Autofahrer findet sie bedenklich. „Würde die Stadt Schwalmstadt zwischen 7.30 und 14 Uhr ein Blitzgerät aufstellen, könnte sie reich werden“, sagt sie.

Dabei stehen morgens die Ranzen auf dem Gehweg, die Kinder laufen hin und her, „wenn kein Elternteil dabei ist, ist das schon schwierig“, sagt Christina Schier. Schließlich könne man Kindern in dem Alter nur schwer verordnen, eine ganze Weile ruhig stehen zu bleiben.

Wir dachten, die neue Verkehrsinsel macht den Bereich sicherer, aber das ist nicht der Fall, verweist Christina Schier auf die Autofahrer, die über den Gegenverkehr und an der Verkehrsinsel vorbei den Bus überholen. „Die fahren dicht an der Seite vorbei. Die halten nicht“, erzählt Ute Knoche, Mutter von Maximilian. Mittags das gleiche Spiel, dann hält der Bus gegenüber am Wartehäuschen. Oft müssten die Kinder eine ganze Zeit warten, bis sie wegen der Autos über die Straße kommen.

Abhilfe könnte eine Tempo 30-Zone im Bereich der Haltestelle schaffen, meinen die Mütter. „Das müsste unbedingt wieder sein“, betonte Ute Knoche.

Quelle: HNA

Kommentare