170 Rassegeflügel- und Kaninchenzüchter zeigten in Ziegenhain ihre schönsten Tiere

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Neugierige Besucher: Auch Christian, Paul und Cleo Schmidt (von links) besuchten am Wochenende die Landesverbandsschau in Ziegenhain.

So gut wie keine Auswirkungen hatte die zum Wochenende auch erstmals in Nordhessen diagnostizierte Vogelgrippe auf den Verlauf der 94.

Landesverbandschau des Landesverbands der Rassegeflügelzüchter Kurhessen und der Kreisverbandsschau Rassekaninchen Schwalmtal in Ziegenhain. Die Leistungsschau für Geflügel und Kaninchen war dem im Januar verstorbenen Gerhard Kurek gewidmet.

Besondere Sicherheitsmaßnahme mussten die Veranstalter nicht ergreifen, trotzdem schwebte das Thema Vogelgrippe wie ein Damoklesschwert über der Ausstellung.

Ständig würden Leute anrufen und fragen, ob die Landesverbandsschau tatsächlich stattfinde, erzählte der Vorsitzende Hans Wilhelm Hainmüller beim Rundgang: „Das wir die Veranstaltung durchziehen konnten, ist reine Glückssache. Vielleicht sind wir bis auf Weiteres auch die Letzten gewesen, die so etwas machen durften.“

In 700 laufenden Metern Käfig gab es von Samstag bis Sonntag 1400 Enten, Gänse, Tauben und Hühner zu sehen. Dazu gesellten sich 160 Kaninchen der verschiedensten Rassen.

„Wir haben diesmal eine große Vielzahl an Tieren mit überdurchschnittlich guten Benotungen dabei“, freute sich der Vorsitzende. Bereits am Freitag bewertete ein 22-köpfiges Schiedsrichterteam die Tiere. Bewertet wurde die Schönheit. Maximal 100 Punkte konnten erreicht werden. „Wer vom Ideal abweicht, bekommt Abzug“, erklärte Hainmüller. Samstag und Sonntag besuchten viele Neugierige die Schau.

Es fehlt der Nachwuchs 

Kreismeister bei den Kaninchen wurde Heinrich Geisel aus Merzhausen mit vier seiner Hermelin Rotaugen. Typisch für die Kaninchenrasse: schneeweißes Fell und rote Augen.

Wurde Kreismeister: Heinrich Geisel aus Merzhausen mit seinem Kaninchen.

Geisel war mit 24 Tieren an den Start gegangen. Eigentlich gebe er seinen Kaninchen ja keine Namen, aber seine Enkel hätten eines der Siegerkaninchen auf den Namen Franz getauft, erzählte der Züchter. Auch die Kleintierzüchter haben mit Nachwuchssorgen zu kämpfen. Der besondere Reiz bei der Zucht von Geflügel sei, dass aus einem Küken eben auch ein Spitzentier werden könne, erläuterte Hans Wilhelm Hainmüller: „Außerdem werden aussterbende Haustierrassen durch die Zucht erhalten.“

Quelle: HNA

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