Kommune kann nicht auf Steuer verzichten

Rathäuser im Wolfhager Land sind gegen eine Abschaffung der Hundesteuer

Wolfhager Land. Geht es nach dem Bund der Steuerzahler, wird die Hundesteuer in Niedersachsen bald abgeschafft. Aufwand und Ertrag der Kommunen stünden in keinem Verhältnis, sagt der Bund.

Für die Kommunen im Wolfhager Land ist die Abschaffung der Steuer kein Thema. Sie haben nach eigenen Angaben kaum Arbeit mit Erhebung und Kontrolle der Steuer. Zudem diene sie weniger zur Aufbesserung der Finanzen, als eher zur Regulierung der Zahl der Hunde.

Walter Schmand, Hauptamtsleiter der Gemeinde Breuna, ist gegen eine Abschaffung der Steuer. Sie halte viele Menschen davon ab, sich einen Hund anzuschaffen, obwohl sie ihn sich nicht leisten könnten. Zudem sei der Verwaltungsaufwand gering. Finanziell sei die Steuer aber verzichtbar: „Die Stadt ist nicht unbedingt auf das Geld angewiesen“, so Schmand.

Auch in Wolfhagen halte man an der Steuer fest, sagt Kämmerer Reinhard Walter. 72.000 Euro nehme die Stadt im Jahr ein. Der Aufwand, den sie mit der Erhebung hätten, sei sehr gering. Der Habichtswalder Bürgermeister Thomas Raue (SPD) ist ebenfalls gegen eine Abschaffung der Hundesteuer. „Die Arbeit macht nur einen Bruchteil der Aufgaben im Steueramt aus“, sagt er. Außerdem könne die Kommune zurzeit auf diese Steuer nicht verzichten.

In Bad Emstal sind 402 Hunde gemeldet, sagt Inge Günther, zuständig für die Steuern. Eine Abschaffung der Abgabe wollte die Gemeinde nicht bewerten. „Wir haben mehr Ertrag als Aufwand bei der Hundesteuer“, sagt der Naumburger Bürgermeister Stefan Hable (CDU). Erhoben werde die Abgabe, weil sie von der Stadtverordnetenversammlung vorgegeben sei. In Zierenberg könne man ebenfalls nicht einfach auf die Hundesteuer verzichten, sagt Bürgermeister Stefan Denn (SPD). „Wir haben 600 Hunde, da kommen 66.400 Euro zusammen. Wir brauchen das Geld.“

Quelle: HNA

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