Raub in Niedervorschütz: Angeklagte wollen aussagen

Niedervorschütz/Kassel. Der Prozess wegen des brutalen Raubüberfalls in Niedervorschütz hat begonnen: Am Donnerstag standen erstmals die drei Männer vor Gericht, die im November in ein Haus in dem Felsberger Ortsteil eingedrungen sein sollen.

Der Wohnungsinhaber wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Vor Gericht kündigten das Trio und ein weiterer Angeklagter eine Aussage an. Dabei wurden auch einige neue Details der Tat bekannt, die im November 2011 für Aufsehen gesorgt hatte. Demnach gaben die Männer im Alter zwischen 22 und 28 Jahren vor, eine Essenslieferung zu bringen, heißt es in der Anklage. Als der Wohnungsinhaber die Tür einen Spalt breit öffnete, drangen sie mit einer Schreckschusswaffe ein.

Als der Hausherr einen Geldschrank nicht öffnete, soll es ein 26-Jähriger aus Kassel gewesen sein, der besonders aggressiv wurde, zuschlug und schließlich auch mit einem Messer zustach. Das Opfer sei bis heute schwer traumatisiert, erklärte der Staatsanwalt. Später brachten sie auch die Partnerin des Verletzten in ihre Gewalt.

Nach dem Raub soll der 26-Jährige den erbeuteten Schmuck an sich genommen haben und seinen Komplizen 25 Euro gegeben haben.

Laut Anklage versuchten die Männer mit dem gleichen Vorgehen, einen Wohnungsinhaber in Homberg zu überfallen. Die Polizei wusste jedoch von den Plänen und nahm die Männer fest.

Vor Gericht traten die Angeklagten völlig unterschiedlich auf. Wärend die jüngeren Männer offensichtlich sehr nervös waren, lächelte der 26-Jährige und zwinkerte den Zuschauern zu.

Die Anklage lautet schwere räuberische Erpressung, gefährliche Körperverletzung und versuchte schwere räuberische Erpressung.

Der nächste Verhandlungstag ist der 31. August. Ein Urteil könnte im September fallen. (gör)

Quelle: HNA

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