Raub und Verstoß gegen das Asylverfahrensrecht: Junger Algerier muss  ins Gefängnis

Schwalmstadt - Wegen Raubes und Verstoßes gegen das Asylverfahrensrecht musste sich am Mittwoch ein 21-jähriger Algerier vor dem Amtsgericht in Treysa verantworten. Er wurde zu 21 Monaten Haft verurteil.

Dem Angeklagten wurde zur Last gelegt, im März die Handtasche einer 22-Jährigen aus dem Altkreis entwendet zu haben. Die Tat ereignete sich in den frühen Morgenstunden vor einer Schwalmstädter Diskothek, wo sich eine Gruppe von Menschen befand. Das Opfer war sich allerdings bei der Nachfrage des Richters nicht sicher, wer ihr die Tasche entrissen hatte.

Dem 21-jährigen, im Schwalm-Eder-Kreis gemeldeten Asylbewerber wurde außerdem vorgeworfen, im Zeitraum von November 2010 bis Juni 2011 insgesamt zehnmal gegen seine Aufenthaltsbeschränkung verstoßen zu haben. In acht Fällen war er von der Polizei in Frankfurt aufgegriffen worden, zweimal befand er sich Kreis Marburg-Biedenkopf. Außerdem ging es um ein mutmaßlich gestohlenes Handy und ein Rauschgiftdelikt mit der Droge Crack, das zu einem späteren Zeitpunkt in Frankfurt/M. verhandelt werden soll.

„Die Verstöße gegen das Asylverfahrensrecht räumt mein Mandant ein“, erklärte die Pflichtverteidigerin des 21-Jährigen. Der Angeklagte habe in Frankfurt seine dort lebende Freundin besucht, erklärte sie. Die Verteidigerin sah es aufgrund der zum Teil widerprüchlichen Zeugenaussagen nicht als erwiesen an, dass ihr Mandant derjenige gewesen sei, der die Handtasche geraubt habe und forderte vier Wochen Dauerarrest.

Das Gericht veruteilte den 21-Jährigen allerdings zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten und ordnete aufgrund von Fluchtgefahr Untersuchungshaft an. (zhk)

Quelle: HNA

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