Das Duo Sing & String begeisterte die Zuhörer in der Alten Pfarrei in Niederuff mit ihrer musikalischen Reise

Ein raumfüllender Hörgenuss

Ein nicht alltägliches Konzert: Peter Fricke und Reimund Popp boten dem Publikum in der Alten Pfarrei in Niederurff musikalische Reise durch Kontinente und die Zeit. Foto: Zecher-Christ

Niederurff. Ein kleines, feines Konzert hat das Künstlerduo „Sing & String“ in der Alten Pfarrei in Niederurff gegeben. Beim Gesang gab Peter Fricke (Oldenburg) den Ton an, während Reimund Popp (Darmstadt) mit Virtuosität Gitarre spielte. Da Fricke auch in die Saiten griff und Popp die Hintergrundstimme beisteuerte, ergab sich ein raumfüllender Hörgenuss.

Zur Einstimmung gab’s die vertonte Sonette 43 des englischen Renaissance-Dichters William Shakespeare zu hören. In der heißt es „Klar seh’ ich erst, wenn sich mein Auge schließt“. Peter Fricke verwöhnte mit seinem geschmeidigen Bariton, während Reimund Popp seiner Gitarre altertümliche Melodien entlockte. Bei der Sonette 1 stand die Rose für alles Schöne. „Dem Stück liegt eine Sarabande zugrunde. Ich habe die Melodie von Shakespeare obendrauf gesetzt“, sagte Popp.

Fingerfertigkeit bewies Popp mit der „Etude 11“ (aus Douze Etudes) und der „Prelude No 1 e-moll“ (aus Cinq Preludes) des brasilianischen Komponisten Heitor Villa-Lobos. „Er hat sehr progressiv harmonisiert“, sagte Popp.

Das Duo vertiefte seine Reise nach Brasilien mit dem Choro „Brazilian Train“, dessen Rhythmus an einen fahrenden Zug erinnerte. Ein Bossa Nova bildete die Grundlage von „Church at blue mountain“ und ein Samba war das Herzstück von „Carnival of life“.

Die Seele baumeln lassen konnte man beim Bossa Nova „Dindi“ von Antônio Carlos Jobim. Wunderschön waren die andalusischen Volkslieder von Federico Garcia Lorca „Anda jaleo“ und „Los pelegrinitos“. Unter dem Motto „Singer/Songwriter“ spielte Popp einige seiner fetzigen Songs.

Mit kräftigen Applaus forderte das Publikum einen Nachschlag und bekam den Jazz-Standard „Take Five“ von Paul Desmond.

Von Nadja Zecher-Christ

Quelle: HNA

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